Grenzstein Hattsteinsches Gut

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Grenzstein Hattsteinsches Gut sind mehrere Grenzsteine, die in der Mühlstraße in Alsterweiler stehen.

Das Wappen ist das Zeichen des Domstifts Speyer (Kreuz)[1] und eingelegt, das Wappen Hattstein, "Silber mit drei schrägen roten Querbalken". Ein zweiter gleichartiger Stein steht in Gartengrundstück, ebenfalls in der Mühlstraße Nr.18. Ein dritter Stein gehört vermutlich auch zum Hattsteinschen Gut, trägt aber die Jahreszahl 1756.

Die niederadlige Familie von Hattstein hatte ihren gesellschaftlichen Höhepunkt durch Marquard von Hattstein[web 1], den Fürstbischof von Speyer (1561 bis 1581), erreicht. Auf ihn geht der umfangreiche Besitz in Kirrweiler/Pfalz zurück, u.a. das sog. "Hattsteinsche Lehensgut". Die Güter waren mit Grenzsteinen ausgemarkt, von denen einige noch in Kirrweiler zu finden sind[anm 1]. Der in Alsterweiler stehende Grenzstein ist bisher nicht eindeutig auf ein bestehendes Besitztum zurückzuführen. Leonhardt (1928) verweist auf ein bischöfliches Weingartgut, das bisher nicht lokalisiert werden konnte. Es wurde von Marquard von Hattstein im Jahre 1580 an Christoph Groß (Maikammer) veräußert. Zu dem Besitz gehörte eine Hochstifts-Behausung und eine Hochraide. Der Kaufpreis betrug 400 Gulden. Ein weiteres Ereignis fand im Jahre 1580 statt. Die Teilung des Spielfeldes. Sie wurde ebenfalls von Marquard von Hattstein "begleitet":

  • ein bischöfliches Weingartgut; am 1. Februar 1580 verkaufte Bischof Marquard von Speyer an seinen Hintersassen Christoph Groß zu Maikammer des Hochstifts-Behausung und Hochraide (vermutlich Hochrech, also hochgelegnes Feld oder Wiese), welche zum genannten Gute gehörte, für 400 Gulden1.
  • Teilung des Spielfelds, 30. Juli 15802.

Richard Wittmer verweist ebenfalls auf einen Eigentümer Groß im Zusammenhang mit der Großwiese. Der Name könnte sich von ihrem Eigentümer Hans Groß ableiten, der bereits 1580 nachzuweisen ist3.

Anlässlich eines Besuches bei Gerhard Ziegler in der Mühlstraße Nr.18 erzählte dieser: "Die Steine stammen von einem Weinberg, den Lehrer Dörr in Besitz hatte. Der Wingert liegt etwa 100 Meter oberhalb des Anwesens Mühlstraße Nr.42 im Spielfeld. Von dort stammen auch die beiden anderen Steine."[zit 1][anm 2] Der Club Sellemols teilt am 25. November 2018 mit: "Frau Dörr ist eine geborene Endres[anm 3] und ihre Mutter eine geborene Heilweck[anm 4] und von dort stammen auch die Weinberge her. Otto Dörr, Konrektor der Johannes Leonhardt-Schule war nicht von hier[anm 5].


Weblinks

  1. Christ, Günter, "Marquard von Hattstein" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 242-244 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102322694.html#ndbcontent

Literatur

Einzelnachweise

  1. Nach Urban Ziegler in: 1.

Anmerkungen

  1. Friedel , Seite 143
  2. Weiter Gespräche ergaben, daß der Weinberg aus der Familie der Ehefrau von Lehrer Dörr stammten. Sie war eine geborene Heilweck.
  3. OFB Nr.<1378>
  4. OFB Nr.<2425>, Marktstraße Nr.5
  5. Lebensdaten 18.3.1918-11.5.1983."

Zitate

  1. Gespräch vom 18.11.2018 um 11:30 mit Matthias Clemens Sigmund Dreyer.

Urkunden

Begriffe

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite_111/2
    Seite: Seite_111/2
    Zitat: a) ein bischöfliches Weingartgut; am 1. Februar 1580 verkaufte Bischof Marquard von Speyer an seinen Hintersassen Christoph Groß zu Maikammer des Hochstifts Behausung und Hofraide, welche zum genannten Gute gehörte, für 400 fl. (Quelle 19 und 52).
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Die angegebenen Quellen sind: 19 - Repertorium der Urkunden des Staatsarchivs Speyer von Dr. Glasschröder Band 1 / 52 - Band 2.
    Schlagwort: Alsterweiler · Hattstein · Weingartgut · Hofraide · Hofgut
    Quelle: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125
    Datum: 1580.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler
    LINK: Alsterweiler
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Alsterweiler
  2. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite_103/2
    Seite: Seite_103/2
    Zitat: Nur das Spielfeld gehörte bis zum Jahre 1580 den Dörfern Maikammer und St. Martin gemeinsam. Es wurde bis zu diesem Jahre hauptsächlich als Weideplatz benutzt, woran die Namen Viehweg, Viehtrieb und Geißweide noch erinnern. Vielleicht fanden dort auch Feste statt, worauf der Teil „An der Schießmauer" hinweist. Die St. Martiner hatten angefangen, die ihnen am nächsten liegende Seite als Wingert und Äcker anzulegen, während die hiesigen Bewohner den ganzen Platz seinem bisherigen Zwecke erhalten haben wollten. Es entstand deswegen ein Streit, der erst beigelegt wurde, als am 3o. Juli 1580 das ganze Feld in der heute noch bestehenden Art und Neise geteilt wurde. Die Teilung fand auf dem Oberamt Kirrweiler statt. Der Speyerer Fürstbischof Marquard hatte dazu den Fauth von Marientraut, Jakob Hundt v. Salheim, den bischöflichen Rat Dr. Johann Konrad Breuning und den Domkostus zu Speyer und Domherrn zu Worms Christoph Nagel v. Dürmstein, beide letztere als Abgeordnete des Domkapitels, und den fürstbischöflichen Schaffner in Kirrweiler Philipp Dierolf abgeordnet. Im Beisein der Gemeindedeputierten wurde das Feld besichtigt und dann geteilt.
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Teilung des Spielfelds
    Schlagwort: Alsterweiler · Grenzstein · Spielfeld · Hattstein · Viehtrieb · Viehweg · Geißweide · An der Schießmauer · Oberamt Kirrweiler · Jakob Hundt von Saulheim · Marquard
    Quelle: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125
    Datum: 1822.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler · Spielfeld · Grenzstein
    LINK: Alsterweiler
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Alsterweiler
  3. ^  Titel: Die Flur von Maikammer-Alsterweiler.
    Kein Schlüssel angegeben.
    Seite: 98
    Zitat: Im Wiesenbereich lag auch die Gewanne: auf der Großwiese (mdal. uff de Groußwiß) Die Lage ist: westlich die Gewanne im Böbig, östlich die Gewanne auf der Hartwiese, südlich die Gewanne in der oberen Leber, nördlich die Gewanne auf der Ahlmühl 1669 großwieße (LASp F2/221) Zu mhd. groz ist die Bezeichnung für den Umfang. Der Flurname kann sich aber auch nach einem früheren Besitzer entwickelt haben, zumal schon 1580 ein Hans Groß hier vorkommt. Die Wiesenbewirtschaftung war durch die Dorfordnung geregelt: Item welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden. Un wa (sofern) von alter her brücken über die gemein wege geen, soll man dieselbigen ujfrichten bey pene (Strafe) Hb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein. Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye groß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe (Maria Himmelfahrt, 15. August) und dieselbige wysen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk (29. September). Aber weliche nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt groß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein. LASp U103/36a
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Auf der Großwiese schließt direkt an die Hartwiese an.
    Schlagwort: Eichelberg · Am Eichelberg · Berg · Alsterweiler · Schrdääßel · Wetterkreuz-Berg · Hagelschlag · Erdbeben
    Quelle: Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/Flurnamen
    Datum: 1580.
    Stufe: 4
    Sammlung: Alsterweiler · Flurnamen (Alsterweiler) · Flurname · Auf der Großwiese · Groß · Hans Groß
    LINK: Auf der Großwiese
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Grenzstein Hattensteinsches Gut

… weitere Daten zur Seite „Grenzstein Hattsteinsches Gut
ReferenzierungDieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
Ziegler (1976) +, Leonhardt (1928)/Seite111/2 +, Leonhardt (1928)/Seite103/2 +  und Wittmer (2000)/Auf der Großwiese +