Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
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D
Orgelbau-Späth begann mit der Werkstattarbeit an der Orgel im Januar 1981, mit ihrem Aufbau in der Kapelle am 29.6.1981. +
Das '''Gehäuse''' (Eichenholz) ist im Jahr 1844 zum Preis von 180 Gulden von dem Speyerer Orgelbauer Johannes Eichenauer nach Zeichnungen des Bauschaffners Foltz, Speyer, (nur geringfügig durch Regierungsbaumeister Hagemann abgeändert) zur Aufnahme der für die 1840/41 erbauten Pfarrkirche in '''Berghausen''' von der Protestantischen Pfarrei '''Lambsheim''' abgekauften barocken Orgel von '''1740''' gefertigt worden. Es nahm später, nach dem Ausbau der Barockorgel, die von Orgelbauer Gustav Schlimbach aus Speyer erstellte neue Berghausener Orgel auf (1878/79) und blieb auch bei der Erweiterung dieser Orgel durch Orgelbauer Franz Kammerer, Speyer, im Jahr 1929/30 für die Orgel in Berghausen erhalten. Weil es für die 1980 geplante Berghausener Orgel nicht mehr genügend Raum bot, wurde es für die Orgel in der Mariä-Schmerzen-Kapelle übernommen, nach dem Urteil von Gero Kaleschke, Speyer, dem die Angaben über die Berghausener Orgel zu danken sind, "ein denkmalpflegerischer Akt", "den man Gehäusen aus dem 19. Jh. nur selten angedeihen lässt." (6.1.1981). Hilmar Brucker, Mutterstadt, führte die Restaurierungsmaßnahmen an dem Gehäuse für dessen Wiederverwendung in der Alsterweiler Kapelle aus. Der Entwurf für den Umbau des Berghausener Orgelunterbaues zur Windfanganlage der Mariaä-Schmerzen-Kapelle stammt von Architekt Werner Weißbrod, Maikammer. +
Beschreibung der Lage des Ortes Klingenmünster (gilt sicher auch für andere Ort an der Weinstraße). +, "Man mag sich dem Orte nähern von welcher Seite man mag - seine Lage in der lieblichsten Landschaft [...] von Weinbergen, Kastanienwäldern, trauten Wiesengründen und Ackerfeldern umgeben, ist immer gleich schön". +
Die Rechnungen der Stadt Neustadt an der Haardt von den Anfängen bis zur Zeit nach dem Bauernkrieg +
Item III ß d Claus Bender ist ußgeschickt zu erfarenn, ob myn gnedigster here am herab ziegen sey vonn Wirtzburg, hatt groß schedlich lügen zu Oppenheim gesagt. Testes juncker Vitt vom Stein und juncker Morytz. +
Die Rechnungen der Stadt Neustadt an der Haardt von den Anfängen bis zur Zeit nach dem Bauernkrieg +
Item X d vor zwo ortten geschenckt juncker Viax vom Obbersteyn sampt eynem reysingen knecht. +
Eine verwirrende Fülle von Möglichekiten also. Dabei bieten sich die Brodel von Altdorf als die Familie an, die den Beinamen durchgehend geführt hat. In diese Richtung könnte auch der Vorname der Nonne Beatrix von Kestenburg weisen, da dieser auch bei den Damen von Altdorf auftritt. So wir z.b. im Jahre 1468 eine Beatrix von Altdorf, verheiratet mit Hans von Dalheim, als Tochter des verstorbenen Heinrich von Altdorf gen. Brötel und seiner Witwe Katharina von Winheim erwähnt. Das erstgenannte Paar verschreibt der gemeinsamen Tochter Margarete und deren Gemahl Hermann von Zeutern (Zutern) d.Ä. anstelle einer "Heimsteuer" von 500 Gulden einen Hof zu Deidesheim und einen weiteren halben Hof zu Kirrweiler. - Diese Besitzungen lassen nicht nur die bereits bekannte Verbindung der Brodel zu Deidesheim sichtbar werden, sondern auch eine weitere, nämlich zur Burg in Kirrweiler, wo Heinrich Brodel - wohl der Sohn des Vorgenannten - vom Speyerer Bischof Ludwig von Helmstadt (1478-1504) ein Haus zu Lehen besaß, demnach wohl als Burgmann seinen Dienst versah. +
1505 erfahren wir, daß das Kestenburger Burglehen, das einst Hans Brodel innehatte, an die von Dahlheim übergegangen war. Es bestand aus einem Ackergut bei Dammheim und dem kleinen Zehnten in Venningen. Junker Hans Brodel von Altdorf wird bereits 1456 als Amtmann zu Haßloch erwähnt. +
Centenmeister: 1757-1758:... Sebastian Metzger, Alsterweiler. +
Beispielsweise waren bei dem Urteil des Jahrs 1414 über Peter Teufel in St. Martin als Zeugen anwesend: Kaplan Peter, Frühmeßpriester Johann, Kaplan Eberhard von der Kropsburg, Schultheiß Contz Egelmann aus Maikammer, zwei Herren aus Alsterweiler, ein Peter aus Annweiler... +
Zum Kanton Edenkoben gehörten die Gemeinden Altdorf...Alsterweiler...[1818] 1862 wurde das Landkommissariat Landau in ein Bezirksamt, 1939 in einen Landkreis umgewandelt. +
Davon interessiert uns das Landkapitel Hambach, zu dem 18 Pfarreien gehörten:... Maikammer mit Alsterweiler [(18. Jahrhundert)]. +
Willi Alter zählte im Amt Kirrweiler - mit Kirrweiler, Alsterweiler...1285 Erwachsene. +
Im Jahr 1339 wird Johann von Venningen in der Burgmanneordnung von Kirrweiler erwähnt. Er gehörte also im Ernstfall zu den Verteidigern der Burg. Danach wird Johann 1343/47 im Lehenbuch des Hochstifts aufgeführt. Er war - wie Kurt Andermann feststellte - der letzte Kämmerer der Bischöfe von Speyer, der aus dem Niederadel stammte; nach ihm übernahmen die Grafen von Leiningen das Kämmereramt. Jenem Johann gehörten Einnahmen aus der Mühle von St. Martin ... aus der Mühle in Maikammer bezog er 4 Malter Weizen und bekam Wein aus Alsterweiler und Maikammer geliefert. +
Zum Oberamt gehörten laut Remling zunächst die zwölf Dörfer der alten Ausfautei Kirrweiler: Alsterweiler... +
1753 waren es kurpfälzische Truppen, die ins Oberamt Kirrweiler einfielen und in Hambach, Diedesfeld, Maikammer, Alsterweiler und St. Martin plünderten, erpreßten und andere Gewalttaten verübten. +
Im Jahr 1478 wir beim Huldigungsritt von Bischof Ludwig I. von Helmstädt (reg. 1478-1504) zusätzlich Alsterweiler erwähnt, das bei keiner anderen Huldigung vorkommt. +
Schwefelblasebalg +
An der Projektierung und Bauausführung der Straße hat ein Sohn der Gemeinde, Geheimrat Allmaras in Berlin, in hervorragender Weise mitgewirkt... im Bezirks-Anzeiger vom 10. und 14. Oktober 1931, Nr. 235 und 238, ...veröffentlicht +
Gordiné, Philipp Ludwig. 1748 IV 23 Oberamtsrat und Ausfaut zu Kirrweiler (335, 244; 336, 252). +
Koch, Emanuel, Aufsichtträger zu Alsterweiler. 1747_XII_1 Besohldungsregelung (335, 222) +
Riebel, Georg. 1576 V 25 Ausfaut im Under Lauterburger Amt zu Kirweyler (320, 279 v). +
Oberstein, Christoph 1531 III I Diener vom Haus aus mit zwei reisigen Pferden (313, 17v). +
Cörver, Adolph Adam. 1666 VI 4 Keller zu Magdenburg und' zu Clingenmünster für die Gemeinschaft Landeck (327, 201). 1679 II 23 Schaffner zu Kirrweiler (328, 42) +
Dirolff, Joh. Sebastian. 1589 IV 23 Schaffner zu Kirrweiler (323, 186v). +
Spiel, Anastasius. 1555 III 4, Schaffner zu Kirrweiler (317, 72) +
Dirolff, Philipp. 1559 V 8 Keller zu Ödeßheim (317, 165v). 1563 II 28 desgl. (320, 104). 1570 III 8 Schaffner zu Kirrweiler (320, 193v). +
von Dalheim, Philipp Melchior. 1597 II 23 Kämmerer (323, 291). 1597 V 1 Stallmeister (323, 292 v.). 1599 XI 1 Faut am Brurain (323, 401). 1604 VII 9 Hofmeister mit 4 reisigen Pferden (323, 758 v.). 1620 XI 13 Hof- und Ritter-Richter, Rat von Haus aus (326, 130) +
Zipperlin, Johann Martin. 1701 VI 28 Waldfaut der unteren Wälder Lußhardt +
Becker, Anton, Syndikus und Sekretär des Domkapitels. 1743 X 1 wirklicher Hofrat (336, 10). +
Hacker, Johann. 1597 VI I Zollschreiber zu Vdenheim (323, 287). 1600 IV 23, Diener von Haus aus (323, 670). 1606 V 30 Visitator der
Keller und Speicher (323, 770). 1624 IV 23 Kammer- und Landschreiberei-Rat (326, 164 v) +
von Oberstein, Georg Christoph. [1656/57] Forstmeister (327, 68). +
Zipperlin, Augustin. 1743 X 9 Kammerkanzlist (336, Jagdsekretär (335, 87; 336, 157). 1758 VI 27 Zulage für Besoldung eines Kanzlisten (335, 485) +
Nachfolgende Ordnunge sind zu Nutz und Gut der Gemeinde zu Maycammer durch Schultheiß, Dorfmeister, Sechster und Beetleger daselbst beraten und mit Bewilligung derer von der Gemeinde, wie Nächstes zu halten, bewilligt und angenommen worden. Auch sich demnach ein jeder wisse vor Schaden zu hüten, soll solches jeden Jahres der Gemeind als Herkommen öffentlich verkündet und vorgelesen werden. +
Nachfolgende ordenunge sind zu nutz und gut der gemein zu Meinkeimer durch schultheiß, dorffmeyster, sechser und bedleger daselbst beratschlagt und mit bewilligunge deren von der gemeinen wie nachstet zu halten und haben bewilligt und angenomen worden, auch sich demnach eyn jeder wiß für schaden zu richten, sol solchs jars der gemein als herkommen öffentlich verkunth und fürgelesen werden etc. +
Item es soll ein metzler, so zu Meinkeimer wonnhaft ist, sein banck underm rathaus haben, sampt seinem bewerten gewicht, und das fleisch daselbst umb ungeferlich zwo uhrn außhawen uff den sambstag und den inwondern vor andern helfen sonder allen betruge und vorteil, bey straff eins lb hellers. +
Item so auch der metzler, so hie wonhaft ist, ein stuck oder mehr auß dem dorf verkaufen tett, soll derselbigk von 1 jeglichen stucke 1lb heller zu einunge zu geben verwurigkt und verprochen haben. +
Item welicher gemeinsmann wein und nemlich seins eygen gewechs ufftun und verschencken wolt, derselbig soll die maß weins 1 d neher dann der gemein wurt zu geben schuldigk sein, bey pene 1 lb heller. +
Item es soll der metzler, so hie wont, der hemmel oder schaff in der gemarcken weiden tutt, dasselbig viehe in kein ander ort verkaufen, sonder hie under der schranen außhawen, und so sich erfunde, der solchs hie nit feyl hett, soll er der obgedachten straffen verfallen sein. +
Item wa ein nachper ein rintfiehe abtun und das fleisch in der gemein verkaufen wolt, derselbig soll den inwonenden metzlern solchs vor acht tagen darvor anzuzeigen schuldig sein, und so er dasselbig nit tett, sol derselb der gemein 1/2 lb heller zu geben verprochen haben. +
Item so eyn gemeinßman oder wer daß were, die brunendröcke oder stein on bescheid bey tagk oder nacht ab oder außlaufen lassen wurd, der oder dieselbigen sollen der gmein, so oft und dick daß geschicht, für 1 lb d zu straff und eynunge verfallen sein. +
Item es soll keiner in der gemein ein frembden uffnemen an wissen und willen dr amptleut und der gantzen gemein, bey der eynunge ein pfundt pfenninge. +
XXIV. Item es sollen zween auß der gemein darzu verordent ungeferlich umb zwolf uhrn daß fleisch bey dem metzler besichtigen und schetzen jedes nach seiner gestalt es seye kue, hammel oder schoffleisch und feyßt gut mager oder boß und sol demnach geschetzt werden. +
Item so eyn wurt oder gemeinsamen woelt hering, stockfisch, blatheysen und bueckinge feilhaben, derselbig sol kaufmansgut haben bey der eynunge 1 lb heller; und wan jme solchs von den dorfmeistern verbotten wurd, sol derlebigk uberfarer nit mehe desselbigen unkaufs vertreyben bey genanter eynunge. +
Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye graß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe und dieselbige wißen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk. Aber welicher nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt graß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein. +
Item es soll der muller, so dieselbig frucht uff eyn meyl wegs holt, vom malter 1/2 sommern für sein multer haben wie von alther. +
Item wa einer ein reyfe under dem jare abwerfen tett, derselbig soll die obgemelt eynunge unnachleßlich verfallen sein und sol dem nach in eim jare kein reyf ußstecken, bei auch I lb d zur eynunge. +
Item so gemeinsman ein eygert hat in der marck zwuschen den wingarten liegen und gipt die beth gleich den wingarten darvon, so da wingart maß ist, und begert dieselbig geheuet zu haben, sol derselbigk ein wüsch uff gemelt eygert stecken. Was dann daroben ergriffen würd, es wer pferdt, kuhe oder jemands grassen, solchs soll zu peen 9 d verfallen sein. Auch sol, wa eyn gemeinßman ein eckerlein mit der hawen gebaut hett, niemands daruff geen oder faren bey obgenanter eynunge. +
Item alle jare soll man ein newen weinsticher ziehen, und so die schwoben oder andere fuerleut omen in das dorf und begerten wein zuw kaufen, so sol man sie zu dem weinsticher weysen. Wa aber der weinsticher im dorf oder gemarcken nit were, sol man sie zu dem dorfmeyster weysen, damit die fuerleut nit gehindert werden. Und so ein furman weyn kauft, sol derselbig kaufer 4 d und der verkaufer 2 d von eim fuder weins zuw geen schuldig sein. +
In diesem buchlein sind des dorffs zuw Meinkeimer herbrachte und geüpte ordenunge, so man bei vermerckten peen und straffen zuw halten schuldig begriefen etc. Laus deo semper. Sub Dato 1549. +
Item wa ein gemeinßman wolt kaufleut umbfuren wein zu versuchen, on befehle deß schultheißen oder der dorfmeister, derselbigk soll der gemein fur ein halb pfund heller verfallen sein. +
Item so ein beracht mensch stirbt, so sollen neun die nechsten uff alle wege bey dem gestorben sein mit wachen und waß sich gepurt zu tun, auch zur begrebnus bestettigen, jeder bey peen 9 d und soll man kein zeichen leuten, es sterbe dann ein beracht mensch. +
Item welicher wirt wein kauft, derselb sol den dorfmeisern bey seinem eyt sagen, wie hoch er denselben wein kauft hat; sol der wurt uff yeder maß 1 d haben an alle geferdt, 1 ß d minder oder mehe uff der ome, bey der einunge wie obstett. +
Item wa ein gemeinßman ein baum uff den gemeinen wegen schedigt oder außgrube, derselbig soll der gemein für 1 lb d zu eynunge verfallen sein, und hat ein jeder macht, so ein gemeinßman ist, frembd und heimbsch derhalben zu rugen. +
Item welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden: Und wa von alter her brücken uber die gemein wege geen, soll man dieselbigen uffrichten bey pene 1 lb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein. +
Item so ein inwoner frucht oder mel hie uff der gassen on daß gewicht oder meß kauft, derselbig soll vorgemelte straff und peen auch zu geben verwurckt haben. +
Item es soll kein wurt ein frembden gast, als wandelpersonen und gemeine dirn uber ein nacht behalten, es were dann, daß der gast schulden hett inzupringen oder ander erlich gescheften, die jnen uffhallten tetten, bey der eynunge 1 lb heller. +
Item von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller. +
Item es soll ein jeder becker oder underkaufer an eynem sonntag und feyertagk für 2 ß d weck und brott vor der kirchen feyl haben, und so einer daran seumigk, derselb sol unnachleßlich 2 ß d fur eynunge verprochen haben, so oft und dick das beschicht. +
Item so ein metzler oder viehetreyber im dorf wonhaft were oder sunst frembde herkomen und hertfiechs hetten, so hat der gesessen und inwoner zween tagk mit seinem viehe dem hirten nachzufaren und der frembd ein tagk und wa einer weyter fure, derselb soll ein pfunddt heller verprochen haben. +
Item welicher metzler hie zur schrannen metzeln wil, der soll zuw ostern metzeln anfangen und biß zu faßnacht metzeln, bey der straff 5 lb d, nemlich eins unserm gnedigen heren von Speyer und eins der gemein. +
Item eß soll kein heimischer oder frembder frucht hie verkaufen, welicherley diesey, on daß gewicht oder meß; und welicher solchs ubertretten wurd, derselbig sol unnachleßlich 1 lb heller zu geben verprochen haben. +
Item wa ein underkaufer mit brott oder wecken gefunden wurd, so das gewicht nit haben, so sol derselbig underkaufer ungebetten und unnachleßlich 18 d zu eynunge zu geben schuldigk sein, so oft und dick sollichergleichen geschicht. +
Item es soll kein wurt wein ausserm dorf kaufen, es were dann ganz keyn wein im dorf zu verkaufen, bey straffe 1 lb d. +
Item ist von alter herkomen und der prauch zu Meinkeimer geweßen, daß die müller uff der bech sollen die frucht, so inen zu mallen geben wurd, zuvorderst in daß wighauß tun und wygen lassen, und nach dem es gemalen wider inß wighauß tun und wigen lassen, und demjhenigen solich mel zustendigk, in dreyen tagen antworten und zustellen und nit über nacht in der wogen steen lassen, bey straff eins pfundt hellers. +
Item so ein weinsticher oder gemeinsman fuerleut ausser dorf furen tett, derselbig ubertretter sol der gemein 1 lb d verfallen sein. +
Erstlichs so einer wolt wein schencken und geschickt mit stallunge auch anderm als leger, derselb sol ein reyfe ußstecken und ein ganz jare wein schenkken wie von alter her beschehen, bey derer eynunge 1 pfundt pfeninge oder sol dem weinschanck obersteen. +
Item wann ein frembd person herkompt auß einer andern herschaft oder reichstetten und begert bey der gemein hie zu wonen, derselbigk soll unserm gnedigen heren von Spyer 2 lb d und der gemein auch 2 ld d bezallen und geben. +
Item die Meinkeimer kirwey hat freyheit und mage jederman uff soliche zeit acht tag vor oder nach der kirwey ungeferlich wein schencken; doch welicher wein schencken will zur kirwey oder sunst, derselb soll von stunden an vor dem weinschanck sein geschir lassen eychen, bey der einunge 1 pfundt heller. +
Ordenunge, wie es mit den widern gehalten werden sol.
Item wann ein scheffer zu österlichen zeyten umbget und den lemern außschneid, auch jnen bedunckt der gemein wider nott sein, kumet [oder kumpt?] der dann in einen stall, da er gut geschickt lemmer find, sol er zu demselbigen nachpern sprechen:
Du solt das lamp zu einem wider laßen geen, und so dasselbig lamp oder wider über jare kompt, so soll es die erst pfrundt
ledig gehn für sich selbst und danach die ander pfrundt, so man nent die Michelspfrundt soll genanter wider selbdritt ledigk gehn, und soll derselbigk bawer oder nachper, der den wider hatt, inen in gantz keinen wege verkaufen on des schultheißen, der dorfmeister und deß scheffers wissen und willen.
Item es soll auch einjglicher gemeinsman kein frembd lamp oder schaff bey der nacht und besonder die wyder ußjagen, bey der eynunge 1 lb heller, und soll der nechst nachper als ein gemeinßman bey seinen pflichten und eyden solchs dem schultheißen und den dorfmeistern anzuzeigen schuldigk sein. +
Item welicher becker eyn eynunge mit wecken oder brott bricht, derselb sol ungebetten drey schilling pfening zu eynunge geben, so oft und dick daß brott oder der weck zu clein gefunden wurd und sein gewicht nit hatt. +
Item die wurt sollen keinen gast ußschlagen und dem andern heimweysen bey 1 lb d, es were dan, das der gast nit wolt bey dem ersten wurt benungicht sein mit seiner arm tagen, so mage derselb wurt jnen wol furter weysen; kunt man dan erkennen, das er seinen muglichen vleiß geton hett, solt derselbigk wurt der einunge embresten sein. +
Item gemelter metzler soll auch sein fleisch mit dem gewicht verkaufen und das selbig geben wie andere umbstosser, bey eynunge 1 lb hellers es were dan sach, daß einer ein ochsen oder ander rinder kaufen tett, das hohe am gelt wert were, so soll derselb metzler zu den dorfmeistern geen und jnen solchs an
zeigen; kunden dan die dorfmeister erkennen, das es besser seye dan der gemein kaufe ist, sol man jnen dasselbigk ein pfundt 1 d hellers hoher lassen verkaufen dann das ander fleisch. +
Item wann ein gemeinßman gutt gein Edenkoben verkafut derselbig soll drey gulden unnachleßlich geben. +
Item welicher wurt oder gemeinßman, auch die muller und weber, so moeßgeschire haben, als soemern, halbsomen und imel, das man zum marck braucht, desgleichen so gewicht haben, dieselgiben +, sollen soliche meßgeschire und gewicht alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller. +
Item wann ein ganß oder enten uff der gassen durch die schutzen erfunden, sollen dieselbigen geruegt werden, jedes stuck fuer 9 d, und sol der gemein vom stueck 6 d und dem schuetzen 3 d zugehoerigk sein. +
Vom Kanzelfels wandert man nach Süden, der neuen vom Kgl. Forstmeister Aull angelegten Waldstraße nach und erreicht in ca. 3/4 Stunden die Stelle, wo von links her das gelbgrüne Kreuz aus der Tiefe des Argenbachtales heraufkommend an den Platz kommt, wo mehrere Waldwege sich kreuzen. +
Die gültige Referenz zum Ort Alsterweiler. +
Adolf Tschirner +
Am 4. Januar 2023 ging beim Club +
Triftwooge sind künstlich angelegte Stillgewässer. Deren aufgestaute Wasserkraft wurde nach dem Öffnen einer Schleuse zum Holztransport genutzt. +
Am Ostrand des Haardtrandes im Pfälzerwald stehen acht Wetterkreuze. Die Mehrzahl der Kreuze zeigt ihre Vorderseite zur Ebene hin. +
Feiner Pfälzer Sand, 200 Jahre alt, lag auf dem verschollenen Grenzstein 71 im Kleyental. +
Die Wolfsfalle bei Fafião (Fojo do Lobo) ist eine Einrichtung zum Fangen von Wölfen. Die Entstehungszeit ist unbekannt. Erste urkundliche Belege stammen aus der Zeit des 15. Jahrhunderts.. +
Adolf Tschirner +
Die Kirche Maria Schutz in Kaiserslautern wurde in den Jahren 1928/1929 errichtet. +
Liebe Freunde und Unterstützer des Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler). +
Im Ort Lindoso haben sich im Zentrum unterhalb der Burg etwa 50 Maisspeicher erhalten. Sie sind zum Teil noch als Vorratsspeicher in Gebrauch. Die meisten werden aber aus kulturhistorischen Gründen unterhalten. +
Im Jahre 1904 +
Bürgermeisterrechnung aus dem Jahre 1739-1740 für den Ort Maikammer mit Alsterweiler. +
Maikammer ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Landkreis Südliche Weinstraße und gehört zur gleichnamigen Verbandsgemeinde Maikammer. +
Département Mont Tonnerre divisé en 4 arrondissemens et en 38 cantons. +
E
Census Martini:...Joh. de Veningen 5 sol. de bonis suis, Eychelberg iuxta Aglasterwilr... +
Eichmeister m.: a. Pers., die Gefäße eicht b. Pers., die Gefäße amtl. eicht. +, Hauptberuf der Bewohner von (...) Alsterweiler war alles, was mit dem Weinbau zusammenhing, Winzer, Winzertagner, Weinsticher, Weinläder (Weinlader) und Küfer. +, Durch tägliche Übung war er imstande, die verschiedenen Eichzeichen zu kennen und auch zu erkennen, ob das Faß den Inhalt hatte, den die Eichzeichen angaben. Beim geringsten Zweifel mußte er die Fässer nacheichen. +
Seite 1: Mit der elektrischen Oberlandbahn fahren wir mitten ins Herz des uralten Weindorfes Maikammer=Alsterweiler. Unser Gang gilt dem oberhalb Maikammer liegenden Weindorfe Alsterweiler. Wir biegen von der Hartmannstraße in die nördliche Schlageter=Straße ein und erreichen nach einer Weile zu Alsterweiler das sogenannte „Schlössel“. Der neuere zweistöckige Wohnbau ruht auf dem alten Keller der ehemaligen Kredenburg. Der ganze Schloß= oder Burgbezirk ist heute noch mit einer Mauer umfaßt und reichte ehemals bis zur heutigen Hartmannstraße. Rechts und links des Toreinganges sind zwei Wappensteine vermauert. Diese Wappen stimmen mit den Wappen auf den Grabmälern bei der katholischen Kirche in Maikammer überein. Auf dem rechten Reliefstein mit dem Allianzwappen lesen wir auf dem Spruchband folgende Inschrift: ICH VIAX V. OBSTEIN MACHT DEN BAW ANNO D. 1584. Dieser Viax vom Oberstein überließ im Jahre 1518 unserem Pfalzgrafen Ludwig 800 Gulden, wofür sich Bürgermeister, Rat und ganze Gemeinde von Neustadt dem Viacus vom Oberstein verbürgt hatten. Für diese Bürgschaft stellte der Pfalzgraf zu Heidelberg am heiligen Abend 1518 den Neustadtern einen Schadlosbrief aus, worin der Fürst und seine Erben sich verbürgten, die Stadt aller Ding schadlos zu halten. Am Seitenbau im Hof links des Einganges sehen wir alte Renaissancefenster und Türpforte mit dem Doppelwappen nebst der Zahl 1568. An der ehemaligen Zehntscheuer treffen wir an dem Kellertorbogen ein schönes Wappen. Ein weiteres Wappenrelief befindet sich in derHartmannstraße an einem Hause des ehemals zur Gesindewohnung des Schlosses gehörte. Die Weihergasse erinnert noch an die alten Schloßweiher. Ein Teil des heutigen Schloßgutes gehört der Gemeinde und wird als Schulhof benützt. Das Geschlecht vom Oberstein stammt von der Nahe. Im 13. Jahrhundert erscheint zu Oberstein ein Werner vom Stein. Das Geschlecht vom Oberstein der alten Kredenburg erlosch mit Georg Anton Christoph im Jahre 1661. Die Burg ging dann an ein Geschlecht von Schmittsburg über. Später war die Burg in den Händen der Fürstbischöfe zu Speyer. In der französischen Revolution ging die Burg in Privatbesitz über. Der jetzige Bau erstand ums Jahr 1890. Der gegenwärtige Besitzer des Anwesens, Herr Jean Baumann, unterstützt uns in freundlicher Weise bei der Besichtigung der älteren Bauteile. Eine nette Dorfpartie bildet zu Alsterweiler das Schulhaus, erbaut 1829, und das katholische Kirchlein. schräg über befand sich früher ein Bäckerhaus, wie die Jahreszahl 1756 mit Bäckerbrezel anzeigt. Im Vorgarten finden wir einen alten Bittstein mit einem Heiligenbild auf Blech gemalt. Der Stein trägt die Zahl 1718, die Buchstaben C. T. und A. B. T., darunter ist ein Hackbeil ausgehauen; akso eine Stiftung eines Metzgers. Die lange Alsterweiler Hauptstraße nimmt uns jetzt auf. Hier zeigt die Dorfstraße durchweg Behausungen aus dem 16. Jahrhundert. Beachtung verdient der Haustorbogen Nr. 27 aus der Renaissancezeit mit der Zahl 1595, im Schild eine Schwurhand mit 3 Fingern erhoben, darunter ein geflügelter Engel. Der Torbogen bei Haus Nr. 34 trägt die Jahreszahl 1590 mit zwei gekreuzten Fischen im Wappenschild. Haus Nr. 41 zeigt die Zahl 1575, der Ueberbau besteht aus Holzfachwerk. Das Haus des Lorenz Müller ist ein ausgesprochener alter Renaissancebau aus dem Jahre 1597, der zweite Stock besitzt Holzfachwerk und ganz kleine Fenster, wie man sie selten sieht. Als Abschluß unserer Tagreise erschließt sich uns noch die Deckelgasse mit ihren eigentümlichen und baulichen Schönheiten. Schon Haus Nr. 1 am Anfang der Gasse mit dem Torbogen aus dem Jahre 1581 wirkt in seinem Verfall malerisch. Die Perle stiller Romantik steht uns noch bevor. Nichtsahnend öffnen wir das Hoftor zu Haus Nr. 11 und wandern einige Schritte zwischen grauem Gemäuer. Auf einmal lichtet sich die Enge und unsere Augen schauen überrascht in einen kleinen Hof, in dessen Verborgenheit im Glanz der Abendsonne alte Romantik erstrahlt. Wir sehen einen runden Treppenturm mit alten Fenstern und einem Portal mit der Jahreszahl 1592, dessen Steinmetzarbeit man lieb gewinnen muß. Besteigen wir die alte Schneckentreppe, welche die Zugänge zu den Wohnhausbauten vermittelt, so erkennen wir die vorzügliche Erhaltung der Treppe, selbst die Handleiste an der Turmmauer ist noch ganz geblieben. Oben an der äußersten Krone der Treppe hat der Steinmetz sein Zeichen hinterlassen. Wir verlassen den Hof mit seinen Bewohnern ungern, denn hier offenbarte sich unserem Auge eine Schönheit vergangener Jahrhunderte, einer großen Zeit. Noch bricht sich helles Sonnenlicht in den Doppelrenaissancefenstern der niedrigen Behausung, wie verträumt floß die Zeit. Haus Nr. 8 weist ein schönes Renaissancetor auf aus roten Sandsteinen. Im Hof können wir an der Pforte die Zahl 1597 feststellen. Das interessante Haus Nr. 17 veranlaßt uns ein wenig zu verweilen. Der Mann, der dieses Haus im Jahre 1820 erbaute, muß viele Neider besessen haben, denn er ließ an den drei Bankfenstergesimsen folgende Sprüche in großen Buchstaben einmeißeln:
Ich achte meine Hasser
gleich wie das Regenwasser,
2. Das von den Taeger (Dächer) fliesz.
Ob sie mich schon neiten,
So müssen sie doch leiten,
daß Gott mein Helfer ist.
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Am letzten Haus der Gasse angelangt, genießen wir einen herrlichen Blick auf die Ruine Maxburg, die auf vorgeschobenem Bergkegel sich erhebt. Hell leuchten die Winzerhäuschen herab von den Weinberghängen. Ein Blick haftet am Klausental, weiter schauen wir hinab zur Ebene, goldenes Abendsonnenlicht liegt über dem Land und umspielt die letzten Häuser von Alsterweiler. Vom Turm läutet es zum Abendgebet, hinter die Berge gleitet das Licht, heimkehrt der Winzer vom Arbeitsfeld, was auch uns zum Aufbruch mahnt. So scheiden wir von einem Weindorf von großer Vergangenheit, das einer fortschreitenden gedeihlichen Zukunft entgegengeht.
H. M. Sauer.
Einwohner von Maikammer und Alsterweiler im Liber secretorum des Bischofs Matthias Ramung von 1469/70 +
ein fruhemesser +
Einwohner von Maikammer und Alsterweiler im Liber secretorum des Bischofs Matthias Ramung von 1469/70/Auszug +
Frühmesser. +
17. Dezb 1849, im Revolutionsjahr wurde die Kapelle am Sonntagnachmittag in beklagenswerther Weise durch fünf Kinder unter Anführung eines 14jährigen Buben, Sohn des Adjunkten Georg Anton Platz von Alsterweiler, Namens Adam Platz (darüber: ging nach Amerika), wüste entheiligt. Es wäre interessant zu wissen, was aus diesem verworfenen Menschen geworden ist. Vom Zerschneiden des Meßbuches konnte er noch rechtzeitig abgehalten werden. Dieser Adjunkt war ein Parteimann des berüchtigten Lehrers Ziegler. +, Adam ist der Bruder des Oberlandesgerichtsrathes Platz in 2brücken, der das Conviktsbrod gegessen und dann eine Protestantin heirathete mit prot. Kindererziehung. +
F
Rechts zieht das mit Maikammer eine Gemeinde bildende Alsterweiler hinan gegen das rings mit Reben umpflanzte Gebirge, auf dessen erstem Vorhügel das frommbesuchte Wetterkreuz von Maikammer, wie einen Hügel näher, das von Diedesfeld, verkündend Gottes Liebe und Gnade, weit in die Ebene hinableuchtet. +
Die Usurpation eines Theils des Streitwinkels betreffend, angeblich sieben Centimeter breit... +