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Attribut:Ist Zitat

Aus Alsterweiler
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Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!).  +
Eines der kostbarsten Altarbilder des Mittelalters in der Pfalz.  +
Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!).  +
Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück.  +
Zu dieser Zeit versah ein Edesheimer Bürger in Maikammer und Alsterweiler den Eichdienst. Das Gesuch enthielt die Bitte, einen Maikammerer das Eichen ausführen zu lassen, wobei die Aufsicht darüber und das Eichen der Eichgefäße weiterhin bei Edesheim bleiben sollten. In dem Schreiben heißt es, man wolle ,aufbrennen das Maß, das Gemeintmaßzeichen und die Registrierungsnummer'. Ferner bat der Dorfmeister um die Erlaubnis, ein Registrierbuch anlegen zu dürfen.  +
Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder '''Peter Hertel''' (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)  +
Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. '''Hans Barchen''' (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)  +
Das Maikammerer Wappen ist wohl einer Gruppe zuzuordnen, die als Dekanatszeichen zu bestimmen ist und vornehmlich in der Vorderpfalz vor- kommt. In unseren alten Urkunden wird es Maßzeichen, Gemeindezeichen, meist jedoch einfach „das Zeichen" genannt. Als ,Maßzeichen' symbolisiert es sicherlich die damaligen Maße: (la) das Lot = ca. 12 cm, (lb) den Fuß = ca. 30 cm, (lc) die Elle = ca. 60 cm 2). In Maikammer wird das ,Maßzeichen' im Jahre 1603 in einem das Eichamt betreffenden Gesuch des ersten Dorfmeisters Peter Hertel erwähnt 3)  +
In unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), '''Roschbach (2)''', Venningen (3)  +
Vom Zeichen her wäre es möglich, das Wappen von Maikammer auch so zu gestalten (10), wie es sich in der Tat zum Zeichen der Trauer, umgekehrt auf dem von der Gemeinde im Jahre 1727 errichteten Friedhofskreuz, heute auf der Totengedenkstätte, findet. Die Stellung des Lotsymbols (la) hat aber eine besondere Bedeutung: a) Daran ist zu erkennen, zu welchem Dekanat eine Gemeinde gehörte (Bildvergleich (1)—(9), und b) innerhalb unseres Dekanates (Weyher ab 1399 für ca. 300 Jahre) unterscheidet die dem Petruskreuz ähnliche Anbringung den Gemeindemandatsträger von sonstigen Amtsträgern. Deutlich zeigt dies der Vergleich verschiedener Amtsträgerzeichen: das Zeichen für unseren Gemeindewaldschützen (11), für einen Haingeraideschützen (12), für einen Amtshaagschützen (13) ) oder für einen '''Amtsschöffen''' (14) )  +
In unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), '''Venningen (3)'''  +
Ein Ortszeichen, das auch für das Maikammerer Wappen Beweiswert hat, sei noch angeführt: das ursprüngliche Zeichen von Burrweiler (31). Es ist aus dem Jahre 1604 in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten. Burrweiler war gleich Maikammer durch das Patronatslehen (Pfarrgeschichte Seite 26) mit dem Kloster Heilsbruck verbunden, jedoch hatte das Kloster dort schon ab 1265 das Präsentationsrecht inne. Die Pfarrei mußte jedoch wie auch die Pfarrei Winden mit Weltpriestern besetzt werden (Braun). Im Wappenzeichen steht über dem Fuß die kurpfälzische Raute. Da Burrweiler nie kurpfälzischer Ort war, kann die Raute nur im Zusammenhang mit dem Präsentationsrecht (= Recht zur Einsetzung eines Pfarrers in die Pfarrei) gesehen werden, das sich aus der kurpfälzischen Schirmherrschaft über das Kloster Heilsbruck ableitete. Damit ist diese Raute ein wichtiges Indiz für die Heraldik des Maikammerer Altarbildes. Aber noch in anderer Hinsicht ist das alte Burrweilerer Wappen beachtenswert: Am Zeichen sind noch Reste von Gold und im Feld von schwarzer Farbe zu erkennen. Die Farbgebung war demnach gleich der des Maikam- merer Ortswappens. Dazu die Erklärung: Die erste Siegelform eines Pfarrortes waren der Kirchenpatron oder wie in Maikammer die Patrone. St. Kosmas und St. Damian werden heute noch im Maikammerer Pfarrsiegel ver- wendet. Bei der Vergabe der beschriebenen Wappengruppe wurden die Farben desjenigen genommen, der zur damaligen Zeit das Patronatsrecht besaß, bei Burrweiler und Maikammer also des Klosters Heilsbruck, das wiederum unter den ,Farben', d. h. der Schirmherrschaft der Kurpfalz stand. Auch bei anderen Orten kann dies beobachtet werden. So hat Kirrweiler in seinem Ortswappen die Farben der Speyerer Bischöfe Raban und Reinhard aus dem Geschlechte derer von Helmstädt: schwarz-weiß (= silber). (Da Reinhard 1455 starb, kann das Wappen nur in der schon erwähnten Zeitspanne entstanden sein.) Die dominierenden Farben der Kurpfalz waren immer schwarz-gold, die Farbe Rot war untergeordnet. Schreibt doch schon Conrad von Mure i. J. 1250: „Ecce palatini Reni forma leonis, ex auro, nigrum tarnen hinc Campum fore ponis!" (frei übersetzt: Sieh, der pfälzisch-rheinische Löwe aus Gold auf schwarzem Feld). Das Burrweilerer Wappen wurde noch im 17. Jahrhundert in der Längsachse verdoppelt, sodaß daraus eine heraldische Lilie entstand. Die Farbgebung blau-weiß geschah wie in vielen anderen Gemeinden auf Vorschlag der königlich-bayrischen Wappenkommission i. d. J. 1830/31.  
Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von '''Hans Hertel dem Jüngeren''' ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)  +
Am 1. Dezember 1995 jährt sich zum 150. Mal der Weihetag der Mariä-Schmerzen-Kapelle (Alsterweiler Kapelle) in Maikammer.  +
Sicher besaß Alsterweiler eine Kirche im 18. Jahrhundert als Filiale von Maikammer  +
Im Jahr des Herrn 1845, am 29. Mai, unter dem Pontifikat Papst Gregors XVI., zur Zeit, da in der Rheinpfalz Ludwig I., der König von Bayern, regiert, und Doctor Nikolaus Weis den Bischofsstuhl von Speyer innehat, wurde von mir, dem unterzeichneten Johannes Nepomuk Weckesser aus Neustadt, gegegenwärtig katholischer Pfarrer in Maikammer und Alsterweiler, nach dem Ritus der heiligen Mutter Kirche der Grundstein (*) dieser Kapelle gesegnet. Sie ist erbaut auf einem Grundstück von Nikolaus Groß, Winzer in Alsterweiler, dank seiner und seiner Mitbürger Freigebigkeit, zur größeren Ehre und Verherrlichung Gottes, des Al- lerhöchsten, der Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria, sowie zur Erbauung und zum Nutzen der Gemeinde der Gläubigen. Dieser Feier wohnten als Zeugen mehrere bei: der hochwürdige Herr Johannes Adam Leys, Frühmesser in Maikammer; Nikolaus Groß, Sebastian Hauck, Andreas Wirth, die Hauptförderer des frommen Werkes; Franz Lederle, consiliarius provincialis (**) und Fabrikratspräsident mit den Kirchenverwaltern; Johannes Franz Kögel, Bürgermeister; Peter Pfoh und Andreas Platz, Adjunkte, mit den Gemeinderatsmitgliedern; Johannes Georg Schneider, Architekt, Antonius Schneider, Maurermeister, beide aus Edenkoben; und viele andere, die diese in den Grundstein eingefügte und mit dem Siegel der Pfarrei versehene Urkunde mit mir unterschrieben haben." (Nach der Kopie der lateinischen Urkunde, beglaubigt von Pfr. Weckesser,im Taufbuch der Pfarrei 1830 - 1845, Seite 283. Der Text der Urkunde ist vermutlich von Pfr. Weckesser selbst verfaßt.) (*) Der lateinische Text spricht nicht von "Grundstein" (lapis primarius oder fundamentalis), sondern von "lapis angularis" = "Eckstein", wohl in Anlehnung an 1 Petr 2,6. (**) Welche überörtliche Ratsfunktion mit "consiliarius provincialis" = "Provinz-Ratgeber" gemeint ist, läßt sich aus dem Zusammenhang nicht erkennen. Vielleicht gehörte Franz Lederle zu dieser Zeit zum Distriktsrat des Kantons Edenkoben.  +
Der erstgenannte Nikolaus Groß erklärte: Er habe, unterstützt von mehreren frommen Gebern, deren Namen verschwiegen bleiben sollen, auf ein Stückchen Feld, welches seine verstorbene Frau von ihren Eltern ererbt habe, welches frei sei von Schulden, Güten und anderen Lasten und Dienstbarkeiten, dessen Flächenraum er jedoch aber nicht mit Bestimmtheit angeben könne, eine Kapelle erbaut, und wünsche, diese Kapelle zum öffentlichen Gebrauch zu überlassen. Die beiden Geschwistrige Lorenz Groß und Kath. Barbara Groß fügten dieser Erklärung wörtlich bei: Wir verschenken den Grund und Boden, auf welchem unser Vater die Kapelle erbaut hat, nicht nur zu dem frommen Zweck, zu welchem er ihn bestimmt hat, sondern treten auch den von diesem Felde beim Kapellenbau noch erübrigten freien Raum ab, und wollen, daß dieser freie Raum auf ewige Zeiten zu der Kapelle gehören soll.  +
Überlegungen zu einer Erweiterung der Kapelle  +
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Festschrift zum Jubiläum mit Beiträgen von Johannes Leonhardt  +
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Anastasius Spiel siegelt im Jahre 1550 eine Urkunde des Ritter Hans von Altdorf genannt von Kropsburg.  +
Die Siedlung Altenkirrweiler (um bei dieser Bezeichnung zu bleiben), heute Wüstung, lag südöstlich der zu ihr gehörenden Hammelmühle. Die örtliche Lage verzeichnet eine um das Jahr 1800 verfertigte Militärkarte (Quelle Stadtarchiv Kaiserslautern, Kartensammlung (Revol. Kriege). Die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1602 sagt etwa folgendes: Ein freies Schlößlein und Burg, gelegen im Hochstift Speyer. Das Schlößlein nebst Burg umzog ein Wassergraben. In dieser Anlage waren Nebengebäude und die Ägidiuskapelle zu finden. Ein gewisser Bereich um Altenkirrweiler umschloß den Burgfrieden. Zur Anlage gehörten folgender Besitz: sodann die Kaplaneigüter und das Patronatsrecht zur Ägidienkaplanei (Quelle Remling, neuere Urkunden). Altenkirrweiler war ein frei adeliger Sitz und Gut, keinem Herrn mit Mittel unterworfen (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). Es war ein Freigut. Flüchtete sich ein Missetäter, so Leib und Leben verbrochen, in den Burgfrieden, so sollte er sechs Wochen und drei Tage frei sein (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). In Altenkirrweiler stand eine Sankt Gilgenkapelle.  +
Die Burg Spangenberg - Im Jahre 1392 wird ein Gerhart von Dalheim als Schaffner zu Kirrweiler und Spangenberg genannt. 1431 vertraute Bischof Raban die Burg dem Edelknecht Eberhart von Sickingen an. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der Bischof im Tal einen Stutengarten anlegen. Einer der Stutenmeister war ein Eberhart von Hattstein.  +
Ausfautheidirektor, Hofrat Kraus  +
Einspänner (ebenso Seite 100, der Einspänner namens Johann Georg Barthel).  +
A
In den 1780-er Jahren wurde die Akademie der bildenden Künste in Wien zu einer Hochburg des Klassizismus in Europa. Die weitere Entwicklung ging aber mit der europäischen nicht konform, weil sich die Formen des Barock sehr lange (...) behaupten konnten.  +
mv. Hartman» Denkmal. Aus der letzten Sitzung des Denkmalausschusses in Maikammer ist zu entnehmen, daß bis jetzt 31,400 M. durch Sammlungen aufgebracht sind. Die Frage, ob eine Reiterstatue oder ein einfaches Standbild aus Erz in iVs- sacher Lebensgröße errichtet werden soll, wurde der hohen Kosten und der Raumverhältnisse wegen in letzterem Sinne entschieden. Als Standort wurde der Marktplatz ausersehen, der mitten im Ort liegt. Erzgießer und Bildhauer v. Miller in München soll um Einsichtnahme des Platzes ersucht und auch mit der Ausführung des Denkmals betraut werden.  +
alsterweiler. Mittwoch den 19ten künftigen Monats Oktober früh morgens um 9 Uhr werden in dem Hochfürstl. Speyerischen Ort Alsterweiler und zwar in der Behausung der von dem Hochfrüstl Speyerischen Hofrath und Dom Kapitularisten Syndikus Becker reückgelassenen Wittib Fr. Hofräthin Becker nachstehende Weine, alle von Alsterweiler eigenen Gewächs gegen baare Bezahlung freywillig versteigert: 73ger - - 3 Fuder - Ohm 75ger - - 9 Fuder - 4 Ohm 79ger - - 3 Fuder - 3 Ohm 80ger - - 6 Fuder - 9 Ohm 8 ger - - 1 Fuder - 5 Ohm 83ger - - 7 Fuder - Ohm 83er rothen - - 1 Fuder - Ohm Die hiezu Lusttragende Belieben an vorbemeldten Tag und Stunde isch an obbesagtem Fürstl. Speyerischen Ort Alsterweiler einzufinden wo ihnen die Proben bey der Versteigerung oder auch nach Belieben einige Tage vorher an den Fässern werden abgegeben werden.  +
Seltsame Vorstellungen herrschten damals noch in Deutschland über koloniale Betätigung  +, Trotz aller Anstrengungen und Sorgen waren es doch schöne Tage, die man auf Expeditionen zubrachte. Nirgends in der Welt fühlte ich mich so sicher wie im Zelte im Inneren Afrikas. Fern von allem europäischen Getue war man Mensch, der freie Mensch, in weiter, freier Natur.  +, Man soll nur nicht viel schreiben oder gar den Verägerten(!) spielen, sondern sich zusammensetzen, miteinander reden und das, was der andere nötig hat, verstehen wollen.  +
Eisenbahnen und Postverkehr in Ostafrika und den Kolonien mit Stand von 1913. Titel: Das Verkehrswesen in den deutschen Kolonien Person: Allmaras, Franz Verlag, Herausgeber: Süddeutsche Monatshefte Ort: Leipzig [u.a.] Jahr: 1915 In: Die deutschen Kolonien Bd. 12, H. 8 (Jg. 1915) S. 746-751 Art der Ressource: Artikel Besitznachweis: Besitznachweis: DE-547 [UFB Erfurt/Gotha] Verfasserangabe: von Franz Allmaras Bemerkung: Sprache: Deutsch DigiBib-Datenbank: GBV Das Verkehrswesen in den deutschen Kolonien Von Regierungs- und Baurat Franz Allmaras. Seite 746 Unsere Schutzgebiete in Afrika und in der Südsee waren zur zeit der Erwerbung wenig erforschte, fast unbekannte Gebiete. Handel und Verkehr nach Außen wie im Innern fehlten nahezu vollständig. Nur der Sklavenhandel blühte an vielen Küstenplätzen und verödete große Länderstriche Mittelafrikas. Seite 747 Die erworbenen Gebiete mußten durch Schaffung regelmäßiger Schiffsverbindungen dem Weltverkehr geöffnet werden. Um dies bei dem anfänlich geringen Verkehrs zu erreichen, gewährte das Reich den Schifffarthslinien, die den Verker nach der Südsee, nach Ostafrika und Süwestafrika vermittelten, jährliche Subventionen, wodurch es sich den im Interesse des Handels und Verkehrs wertvollen Einfluß auf die Festlegung der Fahrpläne und Höhe der Tarife, sowie auf die Beförderung der post sicherte. Es ist ein Zeichen der günstigen Entwicklung dieser Schiffahrtslinien, daß sie in den letzten Jahren ernstlich mit dem Gedanken umgingen, auf Staastsbeihilfen zu verzichten. Im Westen Afrikas verkehrt die Woermannlinie in Verbindung mit der Hamburg=Amerika=Linie und der Hamburg=Bremer Afrika=Linie. Sie erhalten keine Unterstützung des Reiches. Sämtliche Dampferlinien laufen icht nur die deutschen Plätze, sondern auch eine Reihe von Handelsplätzen fremder Kolonien, sowie die für diese unentbehrlichen, außerdeutschen Hafenplätze Europas an. Die der deutschen Ostafrika=Linie gehörige Bombaylinie war die erste Schiffahrtsgesellschaft, die den Personentransport und Warenaustausch zwischen der Ostküste Afrikas und Ostindien vermittelte. Sie hat sich bis zum Ausbruch des Krieges trotz scharfer Konkurrenz fremder Unternehmungen den Hauptanteil am Verkehr erhalten. Die Schiffahrtsgesellschaften haben in den ersten Jahrzehnten schwer kämpfen müssen, um durchzukommen. Mit der steigenden Entwicklung und Hebung des Wirtschaftslebens der erschlossenen Gebiete haben auch sie an Mitteln und Einfluß gewonnen. So fing z.B. die Woermann=Linie im Jahre 1885 mit einem Betriebspark von 5 Dampfern mit 12745 Tonnen Gesamtbruttoraumgehalt an, bei Ausbruch des gegenwärtigen Krieges verfügte sie über 29 Hauptdampfer mit einem Bruttogehalt von 145 000 Tonnen, ferner über 10 Küstendampfer, 9 Schlepper, 8 Barkassen, 152 leichter und kleine Fahrzeuge. Die Deutsche Ostafrika=Linie hatte zur Zeit ihrer Gründung im Jahre 1900: 7 Seedampfer mit 13 600 Tonnen Bruttogehalt; zu Anfang des Jahres 1914 dagegen 23 Seedampfer mit rund 110 000 Tonnen Bruttogehalt. Der Aufschwung dieser Schiffahrtslinien ist das Spiegelbild das sich entfaltenden Wirtschaftslebens in Mittel= und Südafrika. Und deutsche Reeder sind es, deren Tatkraft und Unternehmergeist diese Fortschritte in erste Linie zu danken sind. Der Anlage von Verkehrswegen im Innern, als notwendigem Korrelat der Verkerhsverbindungen mit der Außenwelt, mußte die Erforschung der Gebiete und damit Hand in Hand die Feststellung der vorhandenen Wirtschaftswerke vorausgehen. Mit Recht bezeichnete der frühere Gouverneur Graf v. Götzen die ersten zwei Jahrzehnte unserer Verkehrspolitik im Innern Afrikas als die Zeit des Prüfens und Experimentierens. Nur in Südwestafrika sind schon in dieser Zeit Bahnen von größerere Länge gebaut worden. Diese Bahnen und die in den tropischen Kolonien erbauten Stichbahnen zeigten, daß und wie man afrikanische Bahnen bauen muß. Nach Abschluß der Vorarbeiten begann im Jahre 1908 der Ausbau der großen Verkehrsstraßen auch in den tropischen Schutzgebieten. Der Seite 748 allgemeine Plan ist der, daß sich an die Hauptverkehrsadern der erstklassig ausgebauten Eisenbahnen als Zubringer Binnensee- und Flußschiffahrtswege, sowie Feldbahnen und Straßen für Kraftwagenverkehr oder Fuhrwerke anschließen sollen. Bei der Aufstellung der Verkehrspläne wird darauf Bedacht genommen, daß die wirtschaftlichen Gesichtspunkte mit der allgemeinen politischen Entwicklung der Schutzgebeite und ihrer Finanzmöglichkeit in Einklang sind. Da bei den Verkehrsanlagen in den Neuländern der Kolonien die allgemeinen Kulturzwecke überwiegen, werden sie füglich als Aufgaben des Staates angesehen. Während die gesamten Schienenwege der Kolonien am Ende des Jahres 1906 1 350 Kilometer Länge hatten, erreichten sie bis Ende 1913 4 179 Kilometer. nach Fertigstellung der zur Zeit im Bau befindlichen bzw. genehmigten Strecken wird das afrikanische Eisenbahnnetz 5 313 Kilometer Hauptbahen und 178,7 Kilometer Nebenbahnen umfassen. Über die Entwicklung der Bahnen in den deutsch-afrikanischen Schutzgebieten gibt die auf S. 743 stehende Tabelle ein übersichtliches Bild. Von den aus der ersten Periode stammenden Privatbahnen sind 881 Kilometer verstaatlicht oder doch durch Ankauf der Anteilscheine der Gesellschaften dem Einfluß des Staates unterworfen worden. ZurZeit bedifnet sich neben kleineren Bahnen lediglich die 160 Kilometer lange Kamerun=Nordbahn im Privatbesitz; sie genießt aber das orrecht der staatlichen Zinsesgarantie für 2/3 des Kapitals. Die Bahnen sind gut ausgebaut und mit einem leistungsfähigen Betriebsmittelpark ausgestattet; trotzdem sind die Bauosten verhältnismäßig niedrig, erheblich niedriger als die fremden Tropenbahnen, z.B. der Ugangdabahn und der Bahn am unteren Kongo. Rund 432 Millionen Mark sind für Bahnen bisher ausgegeben bzw. genehmigt. Die kilometrischen Baukosten betragen ungefähr 81 000 Mk. Der Ausdehnung des Verkehrs und der Fertigstellung des inneren Verkerhsnetzes entsprechend sind die Seehafenplätze ausgebaut oder im Ausbau begriffen. An die Eisenbahnen schließen sich die Zubringerwege an, auf den Binnenseen und den schiffbaren Flüssen der regelmläßige Schiffs= und Bootsverkehr, sonst Feldbahnen, Stkraßen und Fußgängerwege. Für die Gebiete der Südsee waren bisher Erschließungswege und Pflanzungsbahnen ausreichend. Das Baukapital der Verkehrsanlagen wird durch eine gemeinschaftliche Anleihe der Schutzgebiete aufgebracht. Die Zinsen und Tilgungsbeträge werden aus den ordenltichen Einnahmen der Schutzgebiete gedeckt. Das Reich haftet für die Schuldenlast der Schutzgebiete, für Verzingsung und geseztliche Tilgung. Die Bauten werden von weißen Ingenieuren geleitet. Als Arbeiter kommen durchgängig nur die im freien Wettbewerb und nach den Bestimmungen der für die einzelnen Schutzgebiete erlassenen Arbeiterverordnungen angweworbenen Eingeborenen in Frage. Frondienste und Zwangsarbeiten der Eingeborenen zu diesen öffentlichen Arbeiten gibt es nicht. Seite 749 Tabelle mit der Überschrift: Das Verkehrswesen in den deutschen Kolonien. Den Post= und Telegraphendienst hat die Reichspostverwaltung eingerichtet und ausgebaut. Anfang 1913 bestanden bereits 187 Postanstalten und 2027 Fernsprechstellen. Für den Depeschen= und Fernsprechverkehr standen rund 14 600 Kilometer Leitungen zur Verfügung. Da die Postverwaltung in den Schutzgebieten die Förderung des Wirtschafts- Seite 750 lebens als ihre vornehmste Aufgabe betrachtet und sich weniger von dem Streben, hohe Einnahmen zu erzielen, leiten läßt, so erfordert der Postbetrieb zur Zeit noch beträchtliche Zuschüsse des Reiches. Die Bewirtschaftung der Verkehrsanlagen erfolgt nach den vorher öffentlich bekannt gegebenen und für jedermann gültigen Tarifen. Bevorzugungen oder Ausnahmesätze für einzelen Gesellschaften oder Personen gibt es nicht. Wohl mit Recht wurde im Anfangsstadium unserer Bahnbetriebe von den Interessente über zu hohe Tarife geklagt. Es fehlten auch hierin zum Teil die nötigen Erfahrungen. Vielfach ist man auch dem Beispiele der fremden, unter gleichen klimatischen Verhältnissen betriebenen Bahnen gefolgt, die mit wenigen ausnahmen nur mit hohen Tarifen arbeiten. Auch war die Kolonialverwaltung bis vor wenigen Jahren gezwungen, hohe Tarife zu erheben, das sie auf Genehmigung neuer Bahnen nur rechnen konnte, wenn die bestehenden den Nachweis befriedigender Einnahmen brachten. Sie konnte diese Augenblickserfolge nur durch hohe Tarifsätze erreichen. Zeit und Erfahrung, sowie die forgeschrittene kolonialpolitische Erkenntnis haben auch hier allmählich die richtigen Wege gezeigt. So fand der Staatssekretär des Reichs=Kolonialamts allgemeine Zustimmung, als er sich im Jarhe 1913 in einer öffentlichen Ansprache über die Richtlinien für die Tarifgestaltung der Verkehrsanlagen in den Kolonien, wie folgt äußerte: «Eine gute Rente ist etwas sehr Schönes, und doch ist sie kein Maßstab dafür, ob die Bahn ihren Zweck erfüllt. Dafür ist die Größe des Verkehrs maßgebend. Der Verkehr ist er zuverlässigste Gradmesser für die Entwicklung des Wirtschaftslebens. Lebhafter Verkehr bedeutet blühende Wirtschaft, und der Wirtschaft zu dienen, ist die Aufgabe der Bahn. Was an unmittelbarer Rente eingebüßt wird, wird reichlich gewonnen an der zunehmenden Entwicklung der Gesamtwirschaft. Erst wenn die Bahnen in die Verkerhsreife kommen, sollen und müssen sie sich selbst tragen, müssen sie Zinsalst, Amortisation und Betrieb decken. Danach haben wir die Tarife zu stellen. Wir müssen sie zuschneiden nicht für den Betriebsetat der Gegenwart, sondern für den der Zukunft.» So ist bei der Bestimmung der Tarife der letzten Jahre vor allem darauf Rücksicht genommen, den Hauptwirtschaftswert der Tropenkolonien, nämlich die Arbeitskraft der Eingeborenen zu deren eigenem Vorteil, sowie im Interesse der Entwicklung der SChutzgebiete vorteilhaft zu verwerten und zu fördern. Den Eingeborenen wird jede mögliche Erleichterung geboten, um die Erzeugnisse ihres Eigenbaues auf den Markt zu bringen, oder um selbst auf den Pantagen und auf den Farmen Arbeit zu nehmen. Niedrige Personentarife für Eingeborene, Ausnahmetarife für Arbeiterbeförderungen, Stafeltarife ür den Vieh= und Güterverkehr, sowie Höchstsätze als Ausnahmetarife für alle Landesprodukte sollen dazu betiragen, das Wirtschaftsleben der Eingeborenen zu heben, sowie Farmbetrieb, Plantagen= und Eingeborenenkulturen zu fördern. Von den gleichen Gedanken läßt sich die Postverwaltung bei der Bemessung der Gebühren für die Beförderung von Briefen, Paketen und Depeschen, sowie für Ferngespräche leiten. so hält sie z.B. trotz der Seite 751 hohen Selbstkosten an dem 10.Pf.=Beförderungssatz für Briefe im Inlande und im Verkehr von und nach dem Mutterlande fest. Ein blick auf die Verkehrskarten der Schutzgebiete zeigt, daß sämtliche Verkerhsanlagen der firedlichen Erschlileßung des Landes dienen sollen. Woe die Verkerhseinrichtungen die Interessen der benachbarten fremdländischen Kolonien berühren, ist beabsichtigt, im friedlichen Wettbewerb mit den Nachbarn zu arbeiten. So wurde, um nur einige Beispiele zu nennen, bisher der Vekrerh auf dem Viktoriasee und nach seinen hochgentwickelten Uferländern neidlos den Engländern überlassen, weil sie als erste id enötigen Verkerhsanlagen geschaffen und zur Zufriedenheit der Interessesnten betrieben haben. Dagegen erreichte die deutsche Bahn zuerst den Tanganjikasee; deshalb wurde auch der Verkerh auf dem See von deutscher Seite erstrebt. Über die Ziele und Erfolge er deutschen Verkehrspolitik in den Kolonien kann zur Zeit, wo alles noch im Werden begriffen ist, ein abschließendes Urteil nicht abgegeben werden. Immerhin ist es sinteressant, zu hören, wie sich ein Ausländer, der Belgier U. J. Wauthers, über das bisher Erreichte ausspricht: In seinem Artikel «L’Allemagne, l›Angleterre et la Belgique au Tanganjika» der von ihm herausgegebenen Zeitschrift «Le Mouvement géographique» Nr. 27 vom Jahrgang 1913 vergleicht er die Bemühgungen der drei genannten Staaten, die zentralafrikanischen Gebiete am Tanganjikasee durch Eisenbahnen zu erschließen und beurteilt zum Schlusse Deutschlands Erfolg mit folgenden Worten: «Voilà les résultats magnifique auxquels aboutit une politique de chemin de fer bien comprise: la science du pays, la rapidité aportée dans les décisions et dans les réalistations, la haute compréhension de l›interêt national, sainement envisagé.»  
Titel: Der Tropenpflanzer: Zeitschr. für tropische Landwirtschaft; Organ d. Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees / Beihefte Körperschaft: Deutsche Kolonialgesellschaft / Kolonial-Wirtschaftliches Komitee Verlag, Herausgeber: Mittler [in Komm.] Ort: Berlin Jahr: 1900 Art der Ressource: Buch Besitznachweis: 12 [München] 1912 QK-Imagenr.: 49929007 Besitznachweis: 19 [München] 1900-1914. 28.1931,1 Besitznachweis: 210 [München] 2.1901,2-5; 3.1902,1-4; 4.1903,1,3-5; 5.1904 - 19.1919,3 Besitznachweis: 29 [Erlangen] 1. 1900 - 21. 1921,1 Besitznachweis: 355 [Regensburg] 10. 1909 Besitznachweis: 37 [Augsburg] 1.1900 - 25.1928 Besitznachweis: 91 [München] 12.1911-15.1915. 18.1918-24.1927 Bemerkung: 1.1900 - 28.1931; damit Ersch. eingest. Bemerkung: Sachl. Bennung 1.1900 - 25.1928: Wissenschaftliche und praktische Abhandlungen über tropische Landwirtschaft Bemerkung: BV022653412 Einzelne H. zugl. Bd. von: Deutsch-koloniale Baumwoll-Unternehmungen Bemerkung: BV013633606 Einzelne H. zugl. Bd. von: Deutsche Kolonialgesellschaft / Baumwollbau-Kommission: Verhandlungen der Baumwollbau-Kommission des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees, wirtschaftlicher Ausschuß der Deutschen Kolonialgesellschaft DigiBib-Datenbank: BVB In: Der Tropenpflanzer (1927) Band 30-31, Seite 262 Mussolini und Italiens Kolonialpolitik. Von Geh. Baurat Franz Allmaras Seite 163 Die am 4. Jahrestag des Marsches auf Rom von %Mussolini verkündete Botschaft über die Leistungen des Fascismus für die Zeit seiner Herrschaft gibt uns vor allem ein Bild von dem großen Wirtschaftsprogramm Mussolini, das man kurz zusammenfassend das Programm der Tat und Arbeit bezeichnen kann. Schaffung und Hebung der produktiven Arbeit für alle Schichten der Bevölkerung, Zusammenfassung aller produktiven Kräfte des Volkes für die produktive Arbeit und Aufbringung der der Wirtschaft nötigen Rohstoffe innerhalb der italienischen Grenzen, das sind die Ziele. Er fördert Banken und Industrien; aber im Gegensatz zu fast allen anderen Nationen sieht er in der Industriealisierung des Landes nicht das Allheilmittel für die Beheung der Arbeitsnot. Voran stellt er die Kolonisation und den Ausbau des heimischen Bodens sowie die Ansiedlung und kolonialwirtschaftliche Betätigung innerhalb der weiteren italienischen Grenzen. «Da dieAuswanderungsländer, die nach hergebrachter Sitte die italienischen Auswanderer aufnahmen, heute gesperrt sind, hat das fascistische Regime» so lautet die Botschaft, «einen Ausschuß eingesetzt, der das problem der Ansiedlung innerhalb der italienischen Grenzen studiert, und hat damit die Arbeit in den Kolonien gesteigert.» Das Problem der Ansiedlung ist aber, sokann man dem anfügen, das Bevölkerungsproblem, das bei den Staaten mit Überbevölkerung, wie Italien, das brennendste ist, und das als Weltproblem gelöst werden muß, wenn weitere Kriege verhindert werden sollen. Italiens Kolonialbesitz umfaßt Tripolis mit Cyrenaika in Nordafrika, sowie Erythräa und Somaliland in Ostafrika mit insgesamt rd. 2 Millionen qkm Fläche und rd. 1,6 Millionen Einwohner. Nur Tripois und Cyrenaika haben eine nennenswerte europäsiche Bevölkerung von rd. 30 000 Einwohner. Die italienischen Kolonien weisen nicht die großen Bevölkerungszahlen der tropischen Negerländer auf; es sind mehr Gebiete, die für Siedlung und Viehzucht geeignet sind, und das gibt ihnen für das übervölkerte Italien besonderden Wert. Sicherlich gibt es bessere Gebiete in Afrika, als es die italienischen Beseitzungen sind, sie beiten aber doch gute Handels- und Besiedlungsmöglichkeiten und stehen mit ihen natürlichen Wirtschaftswerten nicht unter dem Durchschnitt sonstiger afrikanischer Länder. Es würde im Rahmen dieser Ausführungen zu weit führen, auf die wirtschaftlichen Einzelheiten einzugehen. Ich will hier nur auf die neuerdings von der Bergbaukommission festgestellten großen abbaufähigen Phosphatlager in Tripolitanien und auf deren Wert für die italienische Landwirtschaft verweisen. Wenn sich trotzdem die Wirtschaft in den italienischen Kolonien nicht so entwickelt hat, wie man es erwarten sollte, so waren neben dem mangelnden Verständnis der früheren italienischen Regierungen für koloniale Wirtschaft vor allem politishe Hemmungen die Ursache. So hat die Besetzung von Erythräa 1889 zum Kriege mit Kaiser Menelik von Abessinien und zur Niederlage bei Adua geführt, und das hatte wiederum zur Folge, daß Italiens Kolonialtätigkeit gelähmt und darüber hinaus auch seine aktive Politik vom afrikanischen Kontinent mit verstärkter Kraft nach der Adria gegen Öserreich und zum Balkan gelenkt worden ist. Andererseits ist die Rivalität mit Frankreich und England um den Besitz, oder wie sich die Diplomaten offiziell ausdrücken, in der Abgrenzugn ihrer wirtschaftlichen Betätigungsfelder in den abessinischen Ländern, hauptsächlich schuld, daß alle diese Gebiete wirtschaftlich stagnieren. Auch um den Besitz von Tripolitanien und der Cyrenaika mußte Italien 1911 den langwierigen und unpopulären Krieg führen. Die Durchführung der Besetzung ist dort schwierig und wechselvoll gewesen. Unter diesen Verhältnissen ist es nicht zu verwundern, daß der Gesamthandel der italienischen Kolonien im Jahre 1922 nru rd. 186 Mill. Lire Einfuhr und 56 Mill. Lire Ausfuhr begragen hat. Es ist das großoe Verdienst Mussolinis, daß er die natürlichen Werte der Kolonien erkannt und das italienische Volk auf den gorßen Wirtschaftswert der Kolonien für die Gesamtwirtschaft Italiens verwiesen hat. Er bereist selbst die Kolonien und sucht so seine Landsleute für die koloniale Siedlung zu gewinnen. Vieles ist auf politischem Wege ereicht worden, um eine kolonialwirschaftliche Betätigung überhaupt zu ermöglichen. Umfangreich sind die Arbeiten, die insbesondere auf dem Gebiete des Verkehrs in Angriff genommen werden. So werden im Somaliland, wo vorher die italienische Herrschaft sich nicht weit über den Hauptort Mogadischu hinaus erstreckthat, und wegen der kriegerischen Haltung der Eingeborenen selbst eine Befeueuern gder Küste nicht möglich gewesen ist, die Sultane unterworfen. Auf diplomatischem Wege wird das Jalugebiet mit dem einzigen brauchbaren Hafen der dortigen Küstenstrecke gewonnen. Damit sind erst für dieses land die orbedingungen einer kolonialwirtschaftlichen Betätgiung geschaffen worden. Im vorigen Jahre kam mit England eine Einigung wegen der wirtschaftlichen Betätigung in Abessinien zustande und damit wäre auch der Weg für die Transversalbahn von Massaua über Asmara nach der Jalumündung frei geworden, wenn nicht Frankreich und Abessinien sich dem entgegengestellt hätten. Mit Ägypten ist ein Freundschafstsvertrag abgeschlossen, der vor allem die Ostgrenzen der Cyrenaika festlegt und damit auchdie friedliche Besetzung der Oase Dscharabut ermöglicht. Die Häfen in Tripolis, Bengasi und Massaua werden ausgebaut, sowie eine Reihe sonstsiger Verkerhsanlagen errichtet. Kommissionen für Untersuchungen und Forschungen auf dem landwirtschaftlichen und bergbaulichen Gebiet werden entsendet. Was bis heute schon in der kurzen Zeit getan und erreicht ist, ist sbemerkenswert. Arbeiten auf kolonisatorsichem Gebeite erfordern aber, das wird so oft übersehen, Nervenkraft, viel Arbeit und viel Geduld und großen Kapitalaufwand, vor allem sind es solche auf lange Sicht; ihre Erfolge lassen sich in voollem Umfange erst nach Jahren übersehen, wie auch Mussolini bei anderer Gelegenheit mit Recht eine Zeitspanne von 10 Jahren dafür fordert. Es ist die Tragik fast aller übervölkerten Nationen, daß ihnen bei der jüngsten Verteilung der Welt nicht entsprechend große Gebiete zur Unterbringung ihrer überschüssigen Bevölkerung zugefallen sind. Um so mehr ist es ein Hohn auf alles, was Menschenrechte heißt, daß England und Frankreich, die zwei Natioen mit dem größten Machtberich, der sich mit Ausschluß der Mandatsgebiete auf 49,1 Millionen qkm Fläche = 33% der gesamten Landoberfläche der Erde erstreckt, dem übervölkerten Deutschland durch den Raub seiner Kolonien jede freie überseeische Betätigung unmöglich machen, sowie dem übervölkerten Italien in seinen Bestrebungen, sich kolonialwirtschaftlich zu betätigen und auszudehnen, immer weider entgegen arbeiten. Die Bevölkerungsdichte von Italien steht der Deutschlands nahe. Sie beträgt in Deutschland 127 Köpfe auf eine qkm, in Italien 124, in der Provinz Neapel sogar 1646. Die Auswandererländer, in denen früher die überschüssige Bevölkerung Italiens dauernd oder vorübergehend unterkommen konnte, sind heute ganz oder teilweise gesperrt. Ob die in Frankreich zurzeit noch beschäftigten Italiener, deren Zahl eine Million sein soll, dauernd dort tätig sein können, ist zweifelhaft. Und so darf es nicht verwundern, daß Mussolini für die wachsende Bevölkerung über die jetzigen italienischen Grenzen hinaus weitere Gebiete zu gewinnen sucht. Der zurzeit sichabspielende Kampf um die Vormachtstellung in Albanien entspringt mehr imperalistischen, als kolonisatorischen Gründen. Die sogenannten Friedensverträge nach dem Großen Kriege haben, wi fast alle anderen strittigen Welstfragen, acuh die Adria-Frage nicht gelöst. Daß Mussolinis Pläne auf die Besetzung von Teilen der asiatischen Türkei hinauslaufen, wie man schon hören konnte, sit nicht warhscheinlich. es würde die Kriegsführung über See gegen eine starke Landmacht bedeuten, und eine starke Belstungsprobe für Italien und vor allem für den Fascismus bedeuten. Im ürgien zeigt das Beispiel Griechenland und ach der italienische Seite 164 Feldzug um Tripolitanien im Jahre 1911 die Schwierigkeiten und das Risiko eines solchen Unternehmens. Vor allem sind Tanger und Tunesion die Ziele der italienischen Kolonial-Politik. Mit Tanger werden mehr politische als wirtschaftliche Zwecke verfolgt. Im Geschäftsleben wäre Tanger eine Aktiengesellschaft, von deren Aktien Mussolini ein möglichst großes Paket sich verschaffen will, das ihn berechtigt, in den Generalversammlungen mitzusprechen, das er aber auch ganz oder zum Teil für bessere Geschäfte veräußern kann. Tunesien dagegen gilt den Italienern als der Brückenkopf nach Afrika. Dazu komt, daß von den im Jahre 1921 gezählten 156 100 Europäern des Landes 54 500 Franzosenund 84 800 Iatliener, sowie 13 500 Malteser mit italienischer Abstammung sind. Als am 12. Mai 1881 Tunesiendurch Vertrag mit dem Bey unter französische Schutzherrschaft gestellt wurde, - Tunifizierung nennt man seitdem allglemein diese Art der Besitzergreifung - bäumte sich ganz Italien dagegen auf. Daß gegenüber Sicilien Frankreichs Kriegshafen Nordafrikas, Biserta, liegt, ist für Italien ebenso bitter, wie die nahe genllische Seefestung Malta. Die politische lage wurde besonders scharf, als Im Jahre 1921 die französische Regierung für Tunesien ein GEsetz herausgab, demzufolge alle in Tunis wohnenden Europäer zu Franzosen erklärt werden sollten. Nur auf den Protest der italienischen Regierung ist für italienische Staatsangehörige das Gesetz vorläufig außer Kraft gesetzt. Tunesien ist verhältnismäßig klein, einschließlich der Südprovinz hat es 167 400 qkm Fläche und 2 095 000 Einwohner. Aber es ist ein emporblühendes Land. Neben Getreide, Früchten, Wein, datteln ist vor allem die Ausfuhr an Korkeiche und Phosphaten bedeutend. Daß Frankreich ohne Waffengewalt Tunesien mit seinem wichtigen Kriegshafen Biserta abtreten könnte, ist nicht anzunehemn. Ebenso ist Italiens Streben nach dem Besitz dieses Landes zu verstehen. Der durch den Fascismus gesteigerte nationale Aufschwung des italienischen Volkres kann die politische Lage wegen Tunis jederzeit verschärfen. Durch Kompensation, wie z.B. durch Austausch oder Überlassung anderer Gebiete wird es kaum möglich sein, Italiens Aspirationen auf Tunis dauernd zu beseitigen. So ist in jüngster zeit in der Öffentlichkeit der Plan erörter worden, daß Frankreich Italien durch Abtretung des Mandats auf Syrien entschädigen sollte. In beiden Ländern verhielt man sich ablehnend. Nur in Tunesien selbst müßte müste der Ausgleich, der den Interessen beider Nationen Rechnung trägt und dauernd beide befriedigen soll, gesucht werden. Ein Weg wäre, daß Tunesien ähnlich wie Ägypten eine wirkliche und unabhängige Selbstverwaltung bekäme, mit einer Gesetzgebung, die den dort wohnenden und zuwandernden Europäern gleiche Rechte und Pflichten sichert. Nicht weniger stark sind Italiens Interessen am Roten meer und an der Somaliküste. Es hätte dort im Zusammenhang mit den rückliegenden abessinischen Ländern ein großes koloniales Wirt Seite 165 schaftgebiet und ein weites und erfolgversprechendes Feld der Tätigkeit, wenn es ihm gelänge, freie Hand zu bekommen, d.h., wenn die alten Rivalen England dund Frankreich sich dazu entschließen könnten, in den langen Küstengebieten von Massaua bis zur Jalumündung und in dessen Hinterland abessinien sich zu desinteressieren. Die volle Souveränität Abessiniens ist allerdings heute eine Tatsache. Macht Italien sie zur Voraussetzung seiner Politik so ebnet es sich dei Wege, um mit diesem auf handelspolitischem und wirtschaftlichem Gebiet in ein gutes Einvernehmen zu kommen, die politischen Grenzen festzulegen, die nötigen Handelsverträge abzuschließen, sowie die Konzessionen für Verkerhsanlagen und Verkerhswege zu vereinbaren. Auch die Interessen Englands an den Westgrenzen von bessinien müßten gewahrt bleiben, es hat dort im Stromgebiet des Tanasees und des blauen Nils und seiner nebenflüsse die Interessen der unterhalb anliegenden sudanesischen und ägyptischen Bevölkerung auf wasserwirtschaftlichem Gebiete zu wahren. Auf dem übrigen großen Ländergebiet von Massaua bis Kismayu könnten Frankreich und vor allem England das übervölkerte Italien sich kolonialwirtschaftlich betätigen lassen, ohne daß sie selbst damit wirtschaftlich und auch politisch viel opfern. Mit zeitweiligen Abmachungen, Desinteressementserklärungen wäre es nicht geschehen. Solche sind schon dieer Länder wegen seit 1884 viele getroffen vowrden, ohne daß sie reale Bedeutung bekommen haben. Italien müßte auch über die Gebiete verfügen können; sein Gebiet müßte im Süden bessere Grenzen bekomme, und die Grenzen der englicschen und französsichen Enklave im Somalilande müßten fallen. Was das englische Somaliland mit Berbera und Zeila anbelangt, so ist es ein für England geringwertiger Besitz; regiert wird das Land von Aden aus. Nach dem englischen Jahrbuch von 1926 ist es nur besetzt worden, damit es nicht mehr in den Barbarismus zurückfällt. Wenn weiterhin in jüngster zeit in der Presse von einer Abtretung des kenyagebietes von England an Italien die Rede ist, so kann es sich meines Erachtens nur um Gebiete, die nördlich einer Grenzlinie liegen, die sich ungefhr vom englisch-italiensichen Grenzpunkt am Ocean über den Nordabhang des Kenya-Massivs zum Rudolfsee erstreckt. England hat übrigens im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts diese Gebiete wegen der durh die kriegerische Bevölkerung hervorgerufenen Schwierigkeiten räumen lassen und könnte sich also ohne wesentliche Beeinträchtigung seiner Interessen abtreten; währen dItalien durch deren Inbesitznahme außerordentlich gewinnen würde; es bekäme vor allem die Möglichkeit der freien Machtentfaltung den Somalistämmen gegenüber, könnte somit Frieden und Ordnung und damit die Voraussetzung für die wirtschaftliche Betätigung schaffen. das französische Somaliland hat nur 22 000 qkm Fläche mit 64 800 Einwohnern, darunter 340 Europäer. Der gute Hafen Djibuti, als Ausgangspunt der Bahn nach Addis-Adeba, der Hauptstradt Abessiniens, gibt dem schutzgebiet seine Bedeutung. Die Eisenbahn Seite 166 liegt mit 90 km Länge auf französischem Gebiete, 780 km liegen auf abessinischem Boden. Daß dieser Hafen ohne großes Hinterland marinetechnisch und militärisch große Bedeutung hat, wird vielfach bezweifelt. Tatsächlich ist er als solcher auch nicht ausgebaut. Auch die Wirtschaftslage des Schutzgebietes ist nicht sehr glänzend, wie aus seinen Handelszahlen, sowie aus denen von Abessinien zu ersehen ist. Soll Italien auch hier freie Entfaltung zugestanden werden, so wird es sich vornehmlich darum handeln, wieweit ihm ein Einfluß auf die Bahn zugestanden wird, sei es, daß ihm der Hafenplatz Djibuti mit der französischen Bahnstrecke abgetreten wird, und die französsischen Anteile an der abessinischen Strecke verkauft werden, sei es, daß ihm nur ein entsprechender finanzeller und wirtschaftlicher Einfluß auf die abessinische Bahnstrecke mit dem Rechte, von ihr aus Zweigbahenen, z.B. gemäß dem alten englischen Plane nach Zeila oder auch nach Massaua und zur Jalumündung zu bauen, eingeräumt wird. An England und Frankreich liegt es also, daß Italiens Kolonialbesitz ein wertvolles Wirtschaftsgebiet und ein entsprechndes Betätigungsfeld für seine überschüssige Bevölkerung werden kann. Die Leiter dieser Staatten müssen sich darüber klar sein, daß aufstrebende auf irher Scholle beengte Nationen, wie Deutschland und Italien, immer nach freier Betätigung in Übersee drängen werden. Noch heute ist es möglich, auf friedlichem Wege den übervölkerten Staaten Europas in Afrika - und nur da - eine entsprechende freie kolonisatorische Tätigkeit zu gewährleisten, und deren starke innere Kräfte für die wirtschaftliche Erschließung Afrikas bereitzustellen. England und Frankreich können so auf irhe für sie tragbare Weise viel zur Lösung des europäischen Bevölkerungsproblems und damit zur Befriedigung der Welt beitragen.  
S.56 „Am 1. September 1952 ernannte der Gemeinderat von Maikammer Herrn Franz Allmaras in Anbetracht seiner Verdienste zum Ehrenbürger. Dazu heißt es in der Begründung: «Vollkommen ehrenamtlich und nur von der Liebe zu seiner Heimat beseelt, hat Geheimrat Allmaras für diese Höhenstraße die planerischen Unterlagen erarbeitet, den Straßenbau geleitetet und mit seinen reichen Erfahrungen und Kenntnissen sich in unserer Gemeinde ein sichtbares bleibendes Denkmal gesetzt, zum Wohl und Ansehen der Gemeinde.“  +
S.14 6, August 187 5 in Speyer 17. Januar 1953 in Maikammer. Nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums In Landau studierte Franz Almaras an der Technischen Hochschule in München, schloß 1900 dort als Diplom-Ingenieur ab und war dann als Regierungsbaumeister bei der Eisenbahnsektion Miltenberg und beim Straßen- und Flußbauamt in Traunstein tatig. 1905 wurde er ins das Reichskolonialamt berufen. Franz Aimaras wurde von Kaiser Wilhelm II. zum Geheimen Baurat ernannt. 1906 machte er sich auf den Weg nach Ostafrika. Hier hatte er die Stelle eines Verkehrsreferenten beim Gouvernement inne und war Reichskommissar für die Eisenbahnen und Neubauten von Straßen und Hafenanlagen.“ Kommentar Franz Allmaras wird als bedeutender Sohn von Alsterweiler geführt. (matzinger) (S.413) “Johannes Leonhardt* 2. April 1878 in Maxdorf+ 21. März 1935 in Maikammer Die Gemeinde Maikammer benannte ihre Schule nach dem Lehrer und Heimatforscher Johannes Leonhardt. Er war über 30 Jahre Lehrer und Schulleiter und schied am 30. November 1933 aus dem Dienst. 1928 brachte Leonhardt die Ortsgeschichte Maikammers im Selbstverlag heraus. Theordor Zink (s.d.) bewertet diese «Geschichte von Maikammer-Alsterweiler» als «stattliche Ortsgeschichte», ansprechend und volkstümlich. Sie ist in er «Ortschronik Maikammer-Alsterweiler», die 1986 von der Ortsgemeinde herausgegeben wurde, als Verfasser Johannes Damm (s.d.) und Hans Treptow hat, als erster Teil enthalten. Johannes Leonhardt spielte über viele Jahre in der katholischen Kirche St. Kosmas und Damian die Orgel und dirigierte den Cäcilienverein. 1911 gründete der die Winzergenossenschaft Alsterweiler und war Rechner bei der Winzergenossenschaft Maikammer.“ Kommentar Johannes Leonhardt war Lehrer in Alsterweiler und Verfasser der «Geschichte von Maikammer=Alsterweiler». (matzinger)  +, uebertragung  +
Es handelt sich um ein Briefkonvolut von 11 Seiten aus einem Schriftverkehr mit seinem Vorgesetzten in Afrika, Heinrich von Schnee  +
Lebenslauf Franz Allmaras und Ernennung zum Ehrenbürger von Maikammer. Titel: Geheimrat Franz Allmaras Ehrenbürger von Maikammer: der Dank der Heimat an den Erbauer der Kalmitstraße Jahr: 1952 In: Rheinpfalz, Neustadt. - 8 (1952), Nr. 253 v. 30.10. Art der Ressource: Artikel Besitznachweis: Pfälzische Landesbibliothek Speyer: Vergleiche Bibliotheks-Katalog Schlagwort(e): _sn574040_Straßenbau; _o33703052_Maikammer / Verbandsgemeinde Edenkoben / Landkreis Südliche Weinstraße - Google:Karten; _00Sn93s1513a_Allmaras, Franz / _4006804n3_Biographie; _00Sn06s1776990a_Kalmitstraße / Maikammer; DigiBib-Datenbank: RPB  +
Titel: Personalstand / Technische Hochschule München Körperschaft: Technische Hochschule München Ort: München Jahr: WS 1877/78(1877) - WS 1934/35(1935) Art der Ressource: Buch Besitznachweis: Besitznachweis: DE-1+1A [SBB-PK Berlin] Standort: 2, Signatur: Oo 2084/83 Besitznachweis: DE-12 [BSB München] Signatur: 4 Bavar. 2200 XI C 5,7; Signatur: 4 Bavar. 2200 XI C 5,7 Besitznachweis: DE-38 [USB Köln] Signatur: XA1219 Besitznachweis: DE-27 [THULB Jena] Standort: Mag, Signatur: 8 Hist.lit.V,58/13 Besitznachweis: DE-7 [SUB+Uni Göttingen] Standort: HG-FB, Signatur: 8 HLP I, 5165; Signatur: 8 HLP I, 5165 Besitznachweis: DE-21 [UB Tübingen] Signatur: Ah IV 33 Besitznachweis: DE-25 [UB Freiburg] Signatur: VS 57,a Besitznachweis: DE-29 [UB Erlangen] Standort: H00, Signatur: H00/PV.MÜNCHEN.TH Besitznachweis: DE-14 [SLUB Dresden] Signatur: Hist.acad.1177.f Besitznachweis: DE-355 [UB Regensburg] Standort: 00, Signatur: 00/AL 37601 Besitznachweis: DE-101 [DNB] Standort: 101a, Signatur: ZB 35466 Besitznachweis: DE-15 [UB Leipzig] Standort: HB, Signatur: Hist.Bav.823-s; Standort: HB, Signatur: Hist.Bav.459(K) Besitznachweis: DE-20 [UB Würzburg] Standort: 880, Signatur: 880/DA 39509 P467 Besitznachweis: DE-91 [TUB München] Signatur: 0001/J 57(13c; Standort: 0001, Signatur: 0001/ZA 2063; Standort: 0025, Signatur: 0025/ZA 2063; Standort: 1006, Signatur: 1006/21741 Bemerkung: Vorg. Königlich Bayerische Polytechnische Schule <München>: Personalstand der Königlich-Bayerischen Polytechnischen Schule zu München (ZDB-ID: 3070621) Bemerkung: Forts. Technische Hochschule <München>: Personal- und Vorlesungsverzeichnis (ZDB-ID: 8684121) Bemerkung: Sprache: Deutsch Bemerkung: DDC-Sachgruppe: 370 Bemerkung: Titelvariante: Verzeichnis der Studierenden, Zuhörer und Gasthörer Bemerkung: Titelvariante: Personalstand der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule Bemerkung: Titelvariante: Personalstand der Königlich-Bayerischen Technischen Hochschule zu München Bemerkung: Nebent.: Verzeichnis der Studierenden, Zuhörer und Gasthörer Bemerkung: Hauptsacht. WS 1877/78 - SS 1913: Personalstand der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule. - Hauptsacht. teils: Personalstand der Königlich-Bayerischen Technischen Hochschule zu München Bemerkung: Urh. bis SH 1918: Königlich Bayerische Technische Hochschule DigiBib-Datenbank: GBV  
Dies war die einzige Zeit, in der Alsterweiler eine eigene Verwaltung besaß...in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.  +, Alsterweiler zieht sich von Westen nach Osten, dem Bächlein Alster entlang und ist von zwei Hügelrücken eingeschlossen, einem nördlichen vom Wetterkreuz kommend und einem südlichen vom Breitenberg auslaufend.  +, Ein Blick haftet am Klausental, weiter schauen wir hinab zur Ebene, goldenes Abendsonnenlicht liegt über dem Land und umspielt die letzten Häuser von Alsterweiler. Vom Turm läutet es zum Abendgebet, hinter die Berge gleitet das Licht, heimkehrt der Winzer vom Arbeitsfeld, was auch uns zum Aufbruch mahnt. So scheiden wir von einem Weindorf von großer Vergangenheit, das einer fortschreitenden gedeihlichen Zukunft entgegensteht.  +
Das Kloster Sankt Klara hatte ein Haus am Hübel Nr 54 und 1 Doppelhaus in der Deckelgasse Nr 6 und 8 und 8 Morgen Wingert Nonnenwingert noch 1798 Quelle 54  +
Seite 166 Alsterweiler, katholische Kirche Historische Substanz: Gehäuse. 1981 erwarb die Gemeinde für die Kapelle das Gehäuse der 1844 von Johann Eichenauer aus Speyer erbauten Orgel der katholischen Kirche Berghausen, entworfen von Bauschaffner Foltz aus Speyer. Orgelbau Späth aus Ennetach-Mengen bauten in das Gehäuse eine neue Orgel mit mechanischen Schleifladen ein. Die Orgelweihe fand am 26.7.1981 statt. Das Gehäuse ist die einzige aus Eichenauers Werkstatt erhaltene Arbeit, die ursprünglich das 1740 für die Prot. Kirche von Lambsheim erbaute barocke Orgelwerk in Berghausen aufnahm. 1878/79 erstelle dann Gustav Schlimbach in diesem Gehäuse eine neue mechanische Kegelladenorgel, die 1929/30 von Franz Kämmerer aus Speyer erweitert und umgebaut wurde. In die drei Mittelfelder des Untergehäuses ist nun der Windfang der Kirche eingebaut. Disposition 1981 Manual C-g''' Praestant 8' Holzgedackt 8' Oktave 4' Sesquialter 2f. VA Terz 1 3/5'D Sifflöte 2' Mixtur 3f. 1 1/3' Pedal C-f' Subbaß 16' Pedalkopopel  +
Rathaus...Das Gebäude wurde um 1725 als Amtshaus errichtet. Die Steine hierfür holte man vom ruinösen „Oberschloss“.  +, Altes Rathaus...Beim Bau holte man Steine vom ruinösen „Oberschloss“ (Altenkirrweiler).  +
Seine Majestät der König haben folgende Kantonal=Eintheilung des Rheinkreises zu genehmigen geruht: XII. Kanton Edenkoben. 1. Altdorf. 2. Böbingen. 3. Böchingen. 4. Burweiler. 5. Diedesfeld. 6. Edenkoben. 7. Edesheim. 8. Flemlingen. 9. Freimersheim. 10. Gleisweilcr. 11. Gommersheim. 12. Groß-Fischlingen. 13. Hainfeld, 14. Kirrweiler. 15. Klein-Fischlingcn. 16. Knöringen. 17. Maikammer und '''Alsterweiler'''. 18. Rhodt. 19. Roßbach. 20. St. Martin. 21. Venningen. 22. Weyher.  +
pr. den 14. Dezember 1818. Maykammer und Alsterweiler. (Versteigerung des Weinstichamts und Nachtwachöls.) Den 30sten Dezember d.J., des Nachmittags um 2 Uhr, wird zu Maykammer auf dem Gemeindehause das Weinstichamt an den Meist= und die Lieferung des Nachtwachöls für Maykammer und '''Alsterweiler''' an den Wenigstbiethenden auf ein Jahr versteigert. Maykammer, den 12ten Dezember 1818. Das Bürgermeisteramt. Jacob Denier.  +
Im Namen Seiner Majestät des Königs. Bekanntmachung, die Territorial Eintheilung der Kreisdirektionen Landau und Frankenthal betreffend: Um eine dem Bedürfniß der Verwaltung entsprechendere Territorial-Eintheilung der beiden Kreisdirektionen von iandau und Frankenthal zu bewirken hat man beschlossen, die bisher zu dem Kreise Speier gehörigen beiden Cantone Germersheim und Edenkoben dem Kreise Landau einzuverleiben. Diesem zufolge stehen die genannten beiden Cantone vom ersten künftigen Monats Juli anfangend, unter den Kreisbehörden von Landau, insbesondere unter dem Kreisgerichte, der Kreisdirektion, und Kreiskasse dortselbst. Welches hiermit zur allgemeinen Kenntniß und Darnachachtung öffentlich bekannt gemacht wird. Speier, den 15ten Juni 1816. Die k. baierische Landes-Administration am linken Rheinufer. v. Zwack h. V0lK. Sekretär.  +
2) Die Kreisdirektion von Landau, die Cantone: Germersheim '''Edenkoben''' Annweiler, Bergzabern, Kandel, Landau,  +
Straßen= und Wasserbaubeamte / Inspections-Bezirk Speyer / Bau-Conducteure - Joseph Marggraff in Landau  +
Inspections-Bezirk Speyer / Bau-Conducteur I. Klasse zu Neustadt, Joseph Marggraff  +
Aus der Vorderpfalz. Der Aussichtsthurm auf dem hohen Kalmit, aus freiwilligen Beiträgen hergestellt und oben einen von der Landesvermessung herrührenden Signalstein tragend, ist baufällig. Wenn nicht baldigst nachgeholfen wird, so stürzt die Nordseite mit der Thür zusammen. Die Männer, welche seinerzeit das zum Bau nöthige Geld zusammengeschlossen, haben keine Mittel mehr und der Besorger des Ganzen ist mit einem ansehnlichen Beitrage - wie man sagt, hängen geblieben. Möge doch der, dem es heute zukommt, die nöthige Hilfe angedeihen lassen, aber bald! (Pf.K.)  +
Schwefelblasebalg  +
Stahl Andreas, Alsterweiler, mit Frau u. 6 Kindern, 15 fl 45 x (1 fl 433/4 x). - 61/12308:258 / U/ 2.6.1779.  +
B
kham zu gerichtes weiß Lang Contz von Alsterweyler und Grethe  +
Hanß Fronhoffer, Hanß Pfortzhoffer, Jeckel Hug, Siegel Auwein, Heil Egelman, Bet Scheintz, Heinrich Dietzman.  +
im gericht erschienen die bescheyden Hans Stilffantt und Margrede  +
Niclausen Philips, Jost Borman, Hans Weber, Daniel Funckt, Simon von Laumersheim, Hans Becker und Hans Sterr, alle geschworn scheffen des gerichts  +
Beiträge zum Bienwald und zur Auswanderung. Darin auch Übertragung des Textes der Ordnung aus dem Original von Matthias Ramung „Liber secretorum“ (1466).  +, Seite 61 - 1563 befreite Bischof Marquard von Hattstein seinen „Waldfaut zu Rheinzabern“, den „Engelwirt“ Georg Schwein, von der Bede und anderen „bürgerlichen Beschwerden.“  +
Der 2m hohe Bildstock ist aus einem Stück angefertigt und aus gelbem Buntsandstein. Die Spitze ziert das IHS in einem gehauenen Kreuze In der tabernakelförmigen Nische ist eine symbolisierte Krone im Bezug auf das glorreiche Rosenkranzgeheimnis 'Jesus der dich o Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat'.Bei einer Bestandsaufnahme 1974 war in der Nische eine Metallplatte mit Marienbild.  +, Im Sockel ist das Zunftzeichen des Eichmeisters eingehauen.  +
XXXIX. Item so eyn gemeinßman oder wer daß were, die brunendröcke oder stein on bescheid bey tagk oder nacht ab oder außlaufen lassen wurd, der oder dieselbigen sollen der gmein, so oft und dick daß geschicht, für 1 lb d zu straff und eynunge verfallen sein.  +
Als wissenschaftliche Sonderaufgabe werden durch das Observatorium phänologische Beobachtungen durchgeführt, zu denen sich ja insofern genügend Gelegenheit bietet, als die Kalmit im Gegensatz zur Zugspitze noch innerhalb der Zone pflanzlichen und tierischen Lebens liegt Um nicht nur auf die vorhandenen Pilanzen angewiesen zu sein und auch selbständige Experimente durchführen zu können, wurde von dem mehrjährigen Beobachter Dr. K. Sonntag ein pflanzenklimatisches Versuchsfeld angelegt. Es werden hier Wachstumsversuche gemacht, die Einwirkung der meteorologischen Elemente auf das Wachstum studiert und schließlich auch Zooklimatologie getrieben. Um auch Vergleichsmöglichkeiten mit den Verhältnissen der Rheinebene, Deutschlands dieses phänologisch am meisten begünstigten Landstriches findet eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen Rebveredlungsanstalten, der Weinbauschule in Neustadt und dem Versuchsfeld der I. G. Farbenindustrie auf dem Limburgerhof statt. Zum speziellen Studium des Weinbergklimas war es durch Unterstützung verschiedener Kreise möglich, in der Gemarkung von Diedesfeld vier verschiedene meteorologische Stationen einzurichten. Wegen ihrer Wichtigkeit für das Pflanzenwachstum ist nun eine genauere Untersuchung der Tauspendung geplant. (Über nähere Einzelheiten der bisher erlangten Ergebnisse vergleiche man den schon zitierten Bericht von K. Sonntag über die Arbeiten des Kalmit-Observatoriums im Deutschen Meteorologischen Jahrbuch für Bayern 1933.) So bietet sich dem Beschauer das Betätigungsteld des Kalmit-Observatoriums als ein buntes und vielgestaltiges Bild dar, dessen Einzelteile aber doch alle dem einen beherrschenden Gedanken untergeordnet sind: Dienst an der Allgemeinheit und Dienst an unserer Wissenschaft. Dem Pfälzerwald-Verein aber, der aus idealer Einstellung heraus dieses einzigartige Observatorium in schwerer Zeit geschaffen hat und es nun auch weiter unterhält gebührt bewundernde Anerkennung und höchster Dank!  +
Aus diesen Werten ergeben sich bei einem Luftdruck von 703 mm für die Beobachtungswiese eine relative Feuchtigkeit von 7 % und ein Dampfdruck von 0.3 mm, für die Turmplattform jedoch 0,7 % und 0.03 mm! Ein derart niedriger Betrag der Luftfeuchtigkeit dürfte bisher wohl selten gemessen worden sein.  +
Seit seinem Bestehen bemühte sich der Landeswetterdienst Rheinland-Pfalz, die von der Besatzung beschlagnahmte Kalmit freigeben zu lassen, um dort wieder eine Bergwetterwarte einzurichten. Die Kalmit war nicht nur im Denken der Pfälzer als Sitz der „pfälzischen Wettermacher"“ verwurzelt, sie hatte auch als internationale Meldestelle Bedeutung für den Flugwetterdienst erlangt und war durch eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten ihrer früheren Meteorologen (Sonntag 5,6,7,8,9, Burckhardt 10, 11, 12, Flohn 13) in der Fachwelt bekanntgeworden. Leider blieben die Bemühungen um eine Freigabe der Kalmit trotz Einschaltung des Französischen Wetterdienstes erfolglos. Es musste daher die günstige Gelegenheit benutzt werden, die sich beim Bau eines Senders des Südwestfunks auf dem Weinbiet anbot. Einen Teil der beim Ausbau des Weinbiettumes entstehenden Räume übernahm der Wetterdienst und verlegte am 1.4.52 die ursprünglich für die Kalınit vorgesehene Wetterwarte Kaiserslautern auf das Weinbiet. Bei der Einweihumg der Bergwetterwarte WeinbieL aın 18.10.52, zu der die führenden Meteorologen aus der Bundesrepublik gekommen waren, hielt A. Cappel seinen Festvortrag über den Beitrag der Pfalz und der Pfälzer zur deutschen Meteorologie. Mit dem Gesetz über den Deutschen Wetterdienst vom 11.11.52 hörte der bisherige Landeswetterdienst Rheinland-Pfalz zu bestehen auf und wurde Teil des neuen Deutschen Wetterdienstes. Die für das Land Rheinland-Pfalz zuständige Mittelbehörde blieb das Wetteramt Neustadt/Weinstr. unter der Leitung von Regierungurat Dr. Th. Meissner. Daneben besteht im pfälzischen Raum „Wetterposten Weinbiet". Als dritte Dienststelle wurde mit Wirkung vom 1.4.54 die „Agrarmeteorologische Versuchs- und Beratungsstelle Neustadt/Weinstr." geschaffen, die die Betreuung der Landwirtschaft, vor allem des Weinbaues, in der Pfalz und in Rheinhessen übernahm. Wenn auch durch die, vom Bundesminister für Verkehr am 9. 10. 57 erlassene „Verwaltungsordnung für den Deutschen Wetterdienst das Wetteramt für Rheinland-Pfalz seinen Sitz künftig in Trier haben wird, so ist doch das Belassen einer verstärkten Wetterwarte mit Agrarmeteorologischer Beratungsstelle in Neustadt, dafür gesorgt, daß die Belange der pfälzischen Wirtschaft und Landwirtschaft gewahrt bleiben. Der Erwerb eines eigenen Haus in Neustadt (Villenstr. 15) macht es dem Wetterdienst sogar möglich, in Neustadt die Wetterdienstschule neueinzurichten, an der der Nachwuchs für das ganze Bundesgebiet seine Ausbildung erfahren wird.  
Bei der Auswahl des Meßortes wurde besondere Rücksicht darauf genommen, daß Rauch und Kamingase keine Fälschung des Ergebnisses bewirken konnten. Aus diesem Grunde wurden die meisten Messungen im phänologischen Beobachtungsfeld des Observatoriums durchgeführt, das 200 m nordwestlich vom Turm und Hüttenwirtschaft entfernt liegt und in der Mehrzahl der Fälle wegen der vorherrschenden westlichen Luftströmungen unbeeinflußt bleibt. Die dort vorhandene Blockhütte bot gegen Witterungsunbilden einigen Schutz und für das Instrument eine zweckmäßige Aufstellung. Nur bei östlicher Luftzufuhr konnten dort keine Messungen ausgeführt werden: in diesen Fällen verblieb das Instrument zur Zählung im Arbeitstraum, während die Luftproben auf der Luvseite einer geeigneten Turmplattform, vereinzelt auch vom freien Platze vor dem Turm entnommen wurden.  +
C
Von d. Pfennigmeister u. seinem Amt (Seite 793) ...gang der ältern Protocollorum Plenis bis zum Jahre 1656. ermanglen die weitere Nachrichten älterer Zeiten, hingegen von dieser Zeit an hat der ehmalige tapfere Herr Assessor von Sontborn als Deputatus ad Cassam nach des Pfenningmeisters Krebsen 1732. erfolgtem Absterben einen vollständigen Auszug aus denen beeden vorhandenen ältern Protocollis Pleni von 1656. bis 1670. und von 1671. bis 1688. das Pfenningmeistersey-Amt betreffend, verfasset, welcher dem Protocollo Pleni 1732. einverleibet ist, und viele merkwürdige Nachrichten enthaltet: Ich bemerke daraus nur kürzlich folgendes: Im Jahr 1659 hat '''Gisbert de Maere''' ein so wohl von kaiersl. Majestät als auch von Chur=Maynz als Reichs Erz=Canzlern ertheiltes Expectanz-Decret bey damahligem grosen Alter des geweßten Pfenningmeisters Lindenmajers dem Collegio Camerali übergeben, das Collgeium faßt hierauf den Schluß, den Adjuctum '''Gisbert de Maere''' zur Verwaltung bis auf ferner der Ständen Verordnung zu zulassen. Nach Absterben des Lindenmajers erfolgte die förmliche Präsentation desselben von kaiserl. Majestät alleinig. Nun wurde er zwar testante Protocollo pleni 1663. als würklicher Pfenningmeister aufgenommen. Seine Verwaltung aber hat kein gutes Ende genommen, s.(siehe) v.(von) Ludolf Hist. Sust. Cameral. et Acta Deputat. 1672. An dessen Stelle ernannten und präsentierten Kaiserl. Majestät 1673. D. Franz Ludwig Huben von Gülcheg. Bey dessen Annahm mußte selbiger nebst generaler Verpfändung seines Vermögens, annoch gleich seiner Vorfahren eine special=Caution durch Bürgschaft von 10 000. fl. prästiren.  +
D
gutlich und lieblich mit einander vergliechen und vereynigt  +
Erbpacht Mühle von Steinweiler  +, Vlrich Weigeln von Wintzingen unnd seinen erben unsere mule zu Steinweyler erblich verlyhen haben unnd verleyhen.  +
uff samstag nehst nach dem heiligen nuwen jares tage als man schreibe nach Cristi unsers herren geburt tusent vierhundert funffzig und funffe jare  +, Hansen von Talheim unserm lieben besundern und Kathrin von Mulhouen siner elichen huisfrauwen  +
Oben in diesem Thälchen ist die Quelle gefunden, welche auf der Maxburg einen mächtigen freispriegenden Wasserstrahl bilden kann, und höchst wahrscheinlich dahin geleitet wird.  +, Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau, Ursula von Dalheim, gegen eine Wiese zu Ulfersheim in der Eisgasse und eine Wiese zu Walterthum, die Clause in der Witschbach mit allen Zugehörungen, Freiheiten und Gerechtigkeiten, Weidgange, Wässerung, Hauptrechte, Holz, Weinschenk, Freveln und Bußen, Aeckern, Wiesen, Kastanien, Wäldern, Wein- und Geldzinsen, sammt den Glocken, Kelchen und anderen Gezierden, welche sich in der Clause und in der Kirche befinden, - was Ursula von ihrem Vater ererbt und ihr von ihren Brüdern, Melchior und Hanns von Dalheim, im Loose zugefallen ist, - an seinen Schwager, Moritz von Morschheim, und an seine Schwägerin, Agnes von Wachenheim, genannt von Böhl.  +, Von dieser Clause rührt noch heute die Alsterweiler Kirchweihe her.  +,
Grabmal Oberstein  +, Wappen  +
- unter zahlreicher Betheiligung von Leidtragenden fand Samstag Nachmittag 2 Uhr das Leichenbegängniß des Hrn. Geo. Straub, welchen der Tod am Donnerstag, den 14. Juli, Morgens 1 Uhr, von seinem langwierigen und schweren Krankenlager erlöst hatte, vom Sterbehause Nr. 1427, Gonghstraße, aus nach der "Western-Cemetery" statt. Unter der großen Menge von Trauernden befanden sich starke Delegationen der "Madison-Loge Nr. 98, J.O.O.F.," und der "Göthe-Loge Nr. 1, B.O.U.B.," welchen Körperschaften der Entschlafene seit vielen Jahren als treues Mitglied angehört hatte. Je vier Mann von ihnen erwiesen ihrem dahingeschiedenen Bruder als Bahrtuchträger die letzte Ehre. Pastor Dr. A. Schwartz von der evangelischen Zionskirhe in Canton hielt im Hause, wie am Grabe tief ergreifende Gedächtnißreden und sprach der betrübten Familie herzliche Worte des Trostes zu. H. Geo. Straub war am 31. August 1831 zu Alsterweiler in der bayerischen Rheinpfalz geboren, siedelte vor 37 Jahren nach Baltimore über, wo er die längste Zeit seines Lebens als öffentlicher Wieger und Stevedore beschäftigt war. Im Mai 1854 verehelichte er sich mit Frl. Friedricke Möhrmann, mit welcher er im glücklichsten Ehebunde lebte. Demselben enstprossen fünf Kinder, von welchen noch zwei am Leben sind. Außer diesen hinterläßt er einen Stiefsohn, fünf Enkel, zwei Brüder in Baltimore, drei Schwestern im Staate New York und eine in der alten Heimath." Der Deutsche Correspondent. (Baltimore, MD), Jul. 18 1887. https://www.loc.gov/item/sn83045081/1887-07-18/ed-1/.  +
Errichtung eines Brunnenstocks zu Alsterweiler, nebst Versetzung eines alten Trogs.  +
Mobilienversteigerung. Mittwoch den 8. November nächsthin, Morgens 8 Uhr anfangend zu Arzheim in der Behausung der Wittwe des verstorbenen Herrn Baukondukteurs Joseph Marggraff, lassen die Wittwe und Kinder desselben sämmtliche zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien öffentlich versteigern, als 1) verschiedenes Schreinwerk, Bettung, Weißzeug, Kleidungsstücke und Küchengeräte; 2) mehrere Fässer verschiedener Größe, ein Fuder 1835er Wein und verschiedene Früchte; 3) einige Acker- und Herbstgeräthschaften; 4) eine einspännige Chaise; 5) drei Pferde, eine Kuh und mehrere Schweine. Landau, den 28. Oktober 1837. G. Keller, Notär.  +
Schloßenwetter Sankt Martin, Alsterweiler, Diedesfeld.  +
Hier war weniger Kauflust als in dem benachbarten Maikammer und besonders Alsterweiler, wo am letzten Montage in der geraden Straße 45 große Weinwägen hintereinander und in der Deckelgasse 13 gezählt wurden; welchen den "Neuen" zu durchschnittlich 150 fl. abfüllten.  +
"Acker, worauf man in einem Jahr Getreide, im folgenden Gras wachsen läßt" Hübner,ErzstSalzb. III 961; unbebautes, brach bleibendes Feld".  +
"erbetene oder freiwillig geleistete Abgabe"  +
"was zu gelten ist oder gegolten wird - I Zahlung, Abgabe und Einnahme, II Gültbrief, III (gut verzinsbarer) Wert; Werttitel, IV Preistarif, V Rechtsgültigkeit. VI Privileg, VII gülttragendes Landgut, VIII Verbrechen, Schuld, IX formelhaft, hauptsächlich zu Gülte (I 2) und Gülte (I 3)  +
Arbeitsdienst für den Herrn oder ein Gemeinwesen / auch als fron: dem Herrn gehörig, herrschaftlich, öffentlich, allgemein, heilig  +
"gemeinsames Nutzungsrecht"  +
Andreas Ignaz Stachel  +
Leonhard Mayer.  +
Andreas Stachel.  +
Anschlußgewanne nach Nordosten ist die Gewanne: bei der Frankenmühle am Sparbenbrunnen (mdal. bei de Franggemihl am Schbarwebrunne) Die Lage ist: westlich die Gewanne auf der Oberwiese östlich die Gewanne am Sparbenbrunnen südlich die Gewanne im Böbig nördlich die Gewanne im Lausböhl 1824 Acker Bei der Frank=Mühl am Sparbenbrunnen (LASp L56/772)(Anmerkung: Sehen Sie LA Sp L 56 Nr.772). Der Name weist sicherlich auf eine frühe fränkische Besiedlung hin. Er kann aber auch aus dem mhd. franc frei stammen. Eine Mühle auf ehemaligem Gemeindeland (Almende)1. Danach war diese im Besitz des Bischofs von Speyer. Diese Ölmühle, auch obere Ölmühle genannt, war 1688 Johann Tretter in sicherem Bestand überlassen worden. Durch den Krieg 1689 - 1700 wurde sie ruiniert und geriet in Abgang. Am 3. Dezember 1699 wurde sie wiederum im Namen des Fürstbischofs Joh. Hugo dem Joh. Tretter erbstandsweise überlassen. Der Erbständer mußte sie selbst aufbauen und dann Dach und Fach erhalten. Die ersten 6 Jahre war er darum vom Zinse frei, dann mußte er 4 Jahre lang jährlich 4 fl., darnach jährlich 5 fl. an Martini an die Schaffnerei Kirrweiler abliefern. Die Ölmühle war zu dieser Zeit die einzige in der Schaffnerei Kirrweiler.(2) Aus Raps, Mohn und Nüssen wurde Öl geschlagen.(3) Am 9. März 1745 bat Joh. Tretter, der Sohn des Vorigen, um die Erlaubnis unter das gleiche Dach seiner Ölmühle einen Mahlgang und Schälgang zu machen, damit er nicht müßig sitze, wenn die Ölmühle stille stehe. Er wolle 6 Malter Kom für das Jahr geben. Trotzdem das Oberamt sein Gesuch befürwortete, wurde es am 19. Juni 1745 abgelehnt, weil von Sankt Martin bis Kirrweiler 7 Mahlmühlen an dem kleinen Bächlein waren. Am 18. Juni 1745 wiederholte er sein Gesuch und bot 8 Malter Korn als Wasserzins an. Er wollte Frondefreiheit für das Pferd, das er zum Wegfahren des Mehles brauchte. Er wurde wieder abgewiesen. Unterm 24. Mai 1755 wollte Tretter eine Hirsen- und Gerstenroll, worauf auch Hafer und Gries gemahlen werden konnten, anbringen und 5 fl. bezahlen. Das Oberamt unterstützte das Gesuch. Am 9. Juni wurde es genehmigt, doch sollte Tretter 15 fl. p. Jahr zahlen. Tretter ging darauf ein. Vom Januar 1758 an mußte er 10 Reichstaler und 4 Malter als Wasserzins geben, solange die Mühle nicht durch ein Unglück völlig zu Grunde gehen würde. Die Mühle rentierte sich aber nicht auf die Dauer. Um das Jahr 1840 gehörte die Mühle dem Bäcker und Müller Christian Platz, von dem sie an seinen Sohn Georg Christian Platz überging. 1850 hatte die Mühle die Hausnummer 233. Seit 1900 steht sie still(1) und wird heute als Mehrfamilienhaus benützt. 1944 stürzte nach Luftkämpfen ein Jagdflieger der deutschen Luftwaffe vom Typ Me (Messerschmitt) 109 in das Mühlengebäude und löste einen Brand aus. Das Haus wurde daraufhin abgerissen und als Wohngebäude wieder errichtet.  
am Eichelberg (mdal. am Äächelberch) 1669 Ein halber Morgweingart und Kestenberg im Eichelberg (LASpF2/221) Der '''Eichelberg''' oder oft nur Berg genannt, ist der gerodete Teil des Wetterkreuzberges1. Der Name kommt von der früheren Bepflanzung mit Eichen, deren Frucht die Eicheln zur Schweinemast verwendet wurden. Die Eicheln stellten ein nahrhaftes, wertvolles Schweinemastfutter dar, die Tiere wurden zur Futteraufnahme in die Eichenwälder getrieben.(2) Über Jahrhunderte holten die Bauern ihre Streu ('''Schdrääßel''') für den Stall aus dem Walde und entzogen ihm dadurch den Humus, so daß heute nur noch die anspruchslosen Kiefern hier wachsen, von den Kastanien am Waldrand einmal abgesehen. Mit einer Rechtsverordnung vom 28.1.1992 des Landkreises Südliche Weinstraße wurden große Teile der Gewanne „am Eichelberg" zum Naturschutzgebiet erklärt. Dies diente dem besonderen Schutze von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit. Im Besonderen für den Lebensraum der Zaunammer, eines vom Aussterben bedrohten Vogels und der vielfältigen und artenreichen, teilweise auch seltenen Flora und Fauna.(3) (1)Leonhardt - (2)Bingenheimer - (3)Schickel-Kühner Am Wetterkreuzberg unterscheidet man auf Maikammerer Gemarkung noch die Alsterweilerer Süd- und Nordseite, sowie die Diedesfelder Nordseite. Im Bereich Eichelberg zieht sich hinter dem Waldhaus „Wilhelm" von der Kalmitstraße bis zur „Schleif" der „Hexenweg". Urban Ziegler hat dazu eine nette Geschichte ausgegraben. Kurz vor dem 30jährigen Krieg hat dort eine 14jährige Halbweise aus Kirrweiler, ein rechtes Früchtchen offensichtlich, Anzeige wegen Hexerei erstattet. Am Anfang sollen es sechs bis acht Frauen gewesen sein, die in der Walpurgisnacht dort alles mögliche Unanständige mit dem Bösen getrieben haben sollen. Sie selbst, so die 14jährige namens Wagner weiter, sei von einer Frau auf einem schwarzen Bock mitgenommen und am alten Venninger Bildstock abgesetzt worden, weshalb sie allein in der Hexennacht habe heimlaufen müssen. Im Lauf des 2jährigen Prozesses belastete sie dann 200 Personen, darunter auch die meisten Schöffen des weltlichen Gerichtes. Aber auch dieser taktische Trick fruchtete nicht. Am Ende des Prozesses bezog die 14jährige Wagner ihre Hiebe und wurde „ausgestabt", durfte also kein bischöfliches Gelände mehr betreten. Dieser Vorfall hat Vorgeschichte. Hexen waren nicht unbedeutende Erscheinungen im Maikammer des frühen 17. Jahrhunderts. Nachdem sie verschlüsselt schon 1583 auf dem ersten Tauf-, Heirats- und Sterbebuch des Ortes erwähnt worden waren, machte man sie offen für den schweren Hagelschlag 1601 und zwei Erdbeben im Jahr danach verantwortlich. Zu dieser Zeit mixte ein Apotheker in der Krottenburg unterhalb der Alsterweiler Kapelle die „Hexensalbe", die aus einer Palette berüchtigter Giftpflanzen besteht, nämlich Schierling, Mohn, Tollkirsche und Bilsenkraut. Das empfängnisverhütende Mittel kann, so ergaben Untersuchen der Uni Göttingen, durchaus jene Halluzinationen auslösen, die zum Hexenkult gehören, so das Fliegen neben abgrundtiefen Stürzen und die Erscheinung seltsamer Wesen. Die Salbe kam reichlich zur Anwendung, vermutet Urban Ziegler. So ist im Pfarrbuch zu lesen, daß um 1634, als Maikammer von Kriegswirren verschont blieb, dennoch kaum mehr Kinder im Ort zur Welt gekommen seien. Der Hexenweg lag damals noch mitten im Wald. Der Bereich zwischen ihm und der Berggasse, dem heutigen Wanderweg Deutsche Weinstrasse, wurde erst am 29. April 1834 aus dem früheren Haingeraide-Besitz versteigert. Ein entsprechender Beschluß der Gemeinde fiel schon am 1.11.1827 nach gütlichem Vergleich mit der Regierung. Dennoch gab es in Maikammer erheblichen Widerstand gegen die Versteigerung, auch von Seiten des Pfarrers. Nun war aber Maikammer eine königliche Pfarrei und so konnte es geschehen, daß am 1. Juni 1832 dem Kaplan gekündigt wurde. Der versteigerte Wald brachte 10140 Gulden und wurde dann wohl umgehend gerodet.(1) Auch volkstümliche Sagen liefern oft den Stoff für Wegnamen.(2) In exponierter Lage wurde von Franz Lederle im Jahre 1835 dieses weithin sichtbare Häuschen errichtet. Im Urkataster der Steuergemeinde Maikammer ist für das Jahr 1839 eingetragen: Wingert und Gartenhäuschen am Eichelberg. Lederle war ein reich begüterter Winzer und von 1833-1835 Maikammerer Bürgermeister. Aus dem alten Gartenhäuschen wurde in den vergangenen 165 Jahren durch mehrfachen Umbau das heutige schöne Weinbergshäuschen. Es diente sicherlich nicht nur den Weinbergarbeitern zum Unterstellen bei Unwetter, sondern wurde auch als Wochenendhaus und zum Feiern kleiner Feste benutzt.LA Sp L56/772  
Nördlich der Alster kurz vor dem Alsterweilerer Tälchen steht dieser aus Terrazzo hergestellte Bildstock. Seine V orderseite zeigt zu den Weinbergen. Der Standort vor der Flurbereinigung war an der Kaimitstraße. Das dachförmige Oberteil hat ein kleines, eingehauenes Kreuz von dem rechts und links je zwei Strahlen nach unten gehen. In einer ebenfalls dachförmigen Nische ist eine getriebene, kupferne Platte aufgesetzt. Diese stellt eine sitzende Maria dar, auf deren ünkem Bein ein Jesuskind mit langem Gewände und der Erdkugel in der Hand steht. Maria hat einen großen-, und das Jesuskind einen kleinen Heiligenschein um das Gesicht. Darunter die Inschrift MUTTER DER GÖTTLICHEN GNADE bitt für uns. Der Bildstock wurde 1952 von dem Winzer Martin Schädler errichtet aus Dankbarkeit, daß er einen schweren Arbeitsunfall schadlos überstanden hat. Er ist ein typisches Unglücksmal. Beim Keltern hatte man den mit Brettern abgedeckten Kellerschacht etwas geöffnet für die Weinschläuche zu den Fässern. Schädler wollte sein Pferd in den Stall führen, aber es trat weitere Bretter des Kellerschachtes los und stürzte mitsamt dem Winzer in den Keller. Versuche das Pferd über die Treppe wieder nach oben zu bekommen scheiterten an der zu schmalen Kellertüre. Mit einem Flaschenzug wurde dann das Pferd nach oben gezogen. Es lebte noch weitere zehn Jahre. Martin Schädler kam wie durch ein Wunder mit kleineren Blessuren davon.  +
auf dem Held (mdal. uff de Held) - auf dem oberen Held westlich die Gewanne in der unteren Stotz östlich die Gewanne auf dem mittleren Held südlich die Gewanne im oberen Spielfeld nördlich die Gewanne auf den Heldwiesen - auf dem mittleren Held westlich die Gewanne auf dem oberen Held östlich die Gewanne auf dem vorderen Held südlich die Gewanne im mittleren Spielfeld nördlich die Gewanne auf den Heldwiesen - auf dem vorderen Held westlich die Gewanne auf dem mittleren Held östlich die Gewanne an der Wäschhütte südlich die Gewanne an der Lettengrube nördlich Alsterweiler - auf den Heldwiesen westlich die Gewanne in den Stotzwiesen östlich die Gewanne an der Wäschhütte südlich die Gewanne auf dem vorderen Held nördlich Alsterweiler *1624 Ein virtel Wingart in der Helden (LASp D2/635) *1624 Ein virtel Wingart in der Helden (LASp D2/635) *1669 en Vürtel uff der Holden, underseits das Allerheilige Stift Zu Speyer (LASp F2/221) *1669 Ein halber Morgen uff der Held, oberseits Allerheilige Stift Zu Speyer underseits German Stift Zu Speyer (LASp F2/221) *1669 Niederhelden Oberheld (LASp F2/221) *1719 Wingart auff der Helden (PfälzFln A) *1787 Wingart auf der Heldt oder Wäschhütt (Pfalz. FlnA) 1821 obere Held mittlere-vordere Hoelt (LASp W41/525) Zu ahd. halda Abhang, mhd. halde Abhang, ebenso mhd. heldex Held = Halde, meist frühester Anbau von Wein. Sanfte Hänge werden als Halde bezeichnet. Seit der mittelhochdeutschen Zeit gebrauchte man auch in der Pfalz die „umgelautete Form Heide". Daraus ergibt sich dann Held als Name für einen Hang in Südlage.3 Heldenpfad, der am Hang der Heide entlang führt. Der Heldepfad war in der Römerzeit gepflastert und führte über das Spielfeld zum Römerweg unterhalb des Gebirges. Auffallend ist das große Besitztum der Speyerer Klöster in dieser Gewanne nach dem 30 jährigen Kriege. In den Heldwiesen war um 1600 „die Weed" (d.i.ein Tümpel oder kleiner Weiher im Dorfe. Das Wort kommt von mhd. „wete" = Tümpel, in dem man das Vieh tränkte). Es war ein Brandweiher, beginnend auf dem Gelände der heutigen Alsterweilerer Kapelle und hatte die Länge von 11 Häusern. Damit er schnell zu leeren war, hat man im östlichen Teil des Staudammes ein Faßtürchen eingebaut, das bei Bedarf rasch geöffnet werden konnte. Gespeist wurde der Weiher vom heutigen Alsterbach, damals nur der „Bach" genannt. Der Überlauf der „Weed" floß in einen Wassergraben, der sich durch das ganze Dorf zog, sich immer wieder teilte und bei Brandgefahr mit geringem Aufwand gestaut werden konnte. Außerdem diente er der Bewässerung der zahlreichen Wiesen, die teils im Dorfe selbst oder in unmittelbarere Nähe lagen. Das Bewässerungsrecht dieser Wiesen besaß die Gemeinde. Es war so eingeteilt, daß ein Drittel für den Kirchbach und zwei Drittel für den „Bach" vorgesehen war. 1826 wurde die „Weed" eingeebnet.6 In den alten Besitzakten lesen wir: „Ein Baumstück bey der Alsterweiler weed" oder an anderer Stelle: „Ein Viertel im Baumgartten bey der Alsterweylerer wäden" (LASp F2/220)  
Am Anfang von Alsterweiler liegt nördlich die Gewanne: im Grund (mdal. im Grund) Die Lage ist: '''im unteren Grund''' westlich die Gewanne im oberen Grund östlich die Gewanne in der oberen Sau südlich die obere Friedhofstraße nördlich die Gewanne auf der unteren Heide '''im oberen Grund''' westlich die Gewanne in der Langheck östlich die Gewanne im unteren Grund südlich die Hauptstraße nördlich die Gewanne auf der mittleren Heide 1589 ein Stück Baumgart = Acker im Grand (LASp Dl/68) 1624 Ein virtel Wingart im Grundt (LASp D2/635) 1669 Grandhohl (LASp F2/221) 1669 grundt (LASp F2/221) 1721 Grand (LASp F2/227) Zu mhd. grünt Eigentlich grobkörniger Sand. Später erhielt es die Bedeutung von Grund, Wurzel, Vertiefung, Tal, Mulde1 Von Höhen, Hügeln umgebene Tallage(2) Feuchte Senke(3) Hier ist es der Talgrand des Wetterkreuzberges. In einem Bericht über die zum Schlößlein Credenburg in Alsterweiler gehörigen Güter vom 18. November 1712 wird ein Weinberg „im langen grund" und einer „im kurtz grand" beschrieben und erwähnt, daß letzterer „in ziemlich stocklosem Zustand" sei und man habe es versäumt, „Einlegner" zu machen.(4) Nach der Parzellenkarte von 1821 lag der „lange grand" im heutigen unteren Grund und der „kurtz grand" im oberen Grand.(5) (1)Schirmer - (2)Keinath - (3)Leonhardt - (4)Hener - (5)LASp W41/526  +
am Kalkofen (mdal. am Kalggowe), Erwähnungen: - 1669 im Kalkofen oberseits Carl Berger St. Guidonn Stiftsdechant (Dekan) zu Speyer (LASp F 2 Nr.221) - 1669 in der Kalkgrüb (LASp F 2 Nr.221) - 1735 als mittlere Lage bezeichnet (LASp F 2 Nr.224) "Zu mhd. kalcoven Kalkbrennerei. Hier wurde das besonders von den Römern sehr geschätzte Baumaterial geliefert. Man pflasterte damals auch die Heerstraßen mit Kalksteinen. Um Maikammer steht viel Kalkstein (Kalkboden), der vor Ort gebrannt wurde, in einem Kalkofen. Diese Öfen lagen wegen der Brandgefahr in einiger Entfernung zu den Siedlungen, meistens direkt an den Kalkkauten. Die gebrochenen Kalk- steine konnten an Ort und Stelle bequem verarbeitet werden, indem man sie von oben in den Ofen schüttete. Der Brennvorgang dauerte in der Regel ca. 40 Stunden. Befeuert wurde der Ofen mit Holz oder Holzkohle. Der Kalkofen steht im Zusammenhang mit den Bauten im Dorf. Der hier entstandene Branntkalk wurde mit Wasser abgelöscht und mit Sand als Mörtel zum Mauern und V erputzen gebraucht. Mit W asser verdünnt diente er als Farbe, mit der die Wände geweißt wurden. Von dieser Lage haben die Alsterweilerer den Spottnamen „Kalkofenfüchse"".  +
Der Flurname Wäschhütte erinnert an ein altes Handwerk, nämlich die Herstellung von Erdfarben. Stellenweise steht am Haardtrand ein blauer Ton an. Er wurde gestochen, ausgeschlämmt und in der Wäschhütte zu blauer Farbe verarbeitet. Es war eine wichtige Farbe, brauchte man sie doch für Mützen und Kutten der Küfer. Erst die Gründung der BASF im Jahre 1866 setzte der Erdfarbengewinnung ein Ende. Die Wäschhütte holte ihr Wasser vom nahen Petersbrünnel, das früher, so wie allen Quellen viel mehr Wasser brachte. Mit der gewonnen Farbe wurde in der Gewanne "im Färber" die von zahlreichen Leinenwebern (1823 waren es 22) angefertigten Leinenstoffe gefärbt. Diese färbten ihre gewebten Stoffe damals selbst, mit Hilfe des Wassers vom Mühlbach, der durch die dortige Gemarkung floß. Die Leinenweber galten früher als Hungerleider, sie mußten ihr Brot in Wasser backen und es als Milchsuppe essen. "Wenn bei den Leineweber die Mäuse in die Küche kommen, verhungern sie". Im Gegensatz zu den Wollwebern galten sie nicht als zunftfähig. In der Gewanne "[[Wäschhütte]]" wurde sogenannte Wasch- und Walkerde gegraben und mit Fuhrwerken nach Grevenhausen, einem Ortsteil von Lambrecht, zum Walken der Wollgewebe gefahren (Walken ist das unter Druck behandeln von wollenen Geweben mit Seifenwasser und Laugen), früher auch mit Walkerde (Gemenge von Kieselsäure und Tonerde). Walker waren die Arbeiter, die das Tuch mit der Verfilzmaschine kneteten. Dabei dienten sie auch beim abschließenden Waschvorgang als Fettlöser. Dieses Fettlösen machten sich auch die "Rotgerber" im Annweilerer Raum zu Nutze. So wurde die Walkerde dort benützt, um das Sohlleder geschmeidig zu machen und gleichzeitig das Leder zu färben, sowie die Fette der dazu verwendeten Häute wegzunehmen. Man sparte dabei nicht mit dem Auftragen der Walkerde auf das Leder. Diese trocknete dort an und bildete eine Schicht auf dem Leder. Da das Leder im Kilopreis verkauft wurde, brachte aufgetragene Walkerde den Gerbern einen zusätzlichen Gewinn. Die benachteiligten Schuhmacher wehrten sich gegen den offensichtlichen Betrug und zogen deswegen vor Gericht. Hier bekamen sie Recht und von da an wurde das Leder ohne die Schicht Walkerde verkauft. (Mündliche Mitteilung von Schuhmachermeister Brauer, Maikammer). Der Wäschhüttenpfad war zu römischer Zeit gepflastert und führte, wie auch der Heldenpfad, zum Römerweg am Waldesrand.  
Im Wiesenbereich lag auch die Gewanne: auf der Großwiese (mdal. uff de Groußwiß) Die Lage ist: westlich die Gewanne im Böbig, östlich die Gewanne auf der Hartwiese, südlich die Gewanne in der oberen Leber, nördlich die Gewanne auf der Ahlmühl 1669 großwieße (LASp F2/221) Zu mhd. groz ist die Bezeichnung für den Umfang. Der Flurname kann sich aber auch nach einem früheren Besitzer entwickelt haben, zumal schon 1580 ein '''Hans Groß''' hier vorkommt. Die Wiesenbewirtschaftung war durch die Dorfordnung geregelt: Item welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden. Un wa (sofern) von alter her brücken über die gemein wege geen, soll man dieselbigen ujfrichten bey pene (Strafe) Hb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein. Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye groß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe (Maria Himmelfahrt, 15. August) und dieselbige wysen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk (29. September). Aber weliche nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt groß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein. LASp U103/36a  +
Malenga, Drahtkammert  +
"daß aber gerade die Not der Zeit mit all ihren drückenden Begleiterscheinungen den Plan, die Straße auszubauen, verwirklicht, ist das eigenartige." / "Wir haben dafür unzählige Ämter und Stellen; wir haben soviel, damit immer die eine den Unterstützungsbedürftigen auf die andere abschieben kann." / "Vor allem fällt aber der asoziale Zustand in der Gemeinde weg, daß auf der einen Seite sparsame Winzer schwer arbeiten und sagen können, sie müßten für 100 andere sorgen, die nicht arbeiten, und daß auf der anderen Seite Menschen feiern müssen, die arbeiten wollen. Und nicht zu vergessen, daß fast das [ganze] aufgewandte Geld nur innerhalb der Gemeinde weiter umgesetzt wird, an Geschäftsleute, Krämer, Bäcker, Metzger u. dergl."  +